Otfried Preußler Ab 6
DAS KLEINE GESPENST
Das Weihnachstmärchen im Stadttheater
Premiere: 08.11.2009 / Stadttheater
Bürgermeister, Schlossverwalter, Männergesangsverein, Schulkinder – alle sind in heller Aufregung wegen den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Abzugs der schwedischen Armee vor 325 Jahren. Denn genau so lange ist es her, dass das Städtchen Eulenburg und damit auch Burg Eulenstein von schwedischen Truppen unter dem großen General Thorsten Thorstenson belagert wurde. Und ebenso lang ist es her, dass diese Truppen zur Überraschung der ahnungslosen Bewohner wieder abzogen.
Weil ein kleines Schlossgespenst dem großen schwedischen General einen solchen Schrecken eingejagt hatte, dass dieser hoch und heilig versprach, sich nie wieder blicken zu lassen. Obwohl das Kleine Gespenst seit dieser Zeit Nacht für Nacht zur Geisterstunde seinen vergnügten Schabernack mit alten Rittern, verstaubten Burgfräuleins und sprechenden Rüstungen treibt, träumt es davon, einmal die bunte Welt der Menschen bei Tageslicht zu sehen. Als die Turmuhr der Burg repariert wird und Herbert die Zeiger dabei um zwölf Stunden vordrehen muss, passiert es: Das Kleine Gespenst wacht mitten am Tag auf! Und nicht nur das: Einmal in die Sonne geraten, verliert es seine weiße Farbe und erschreckt plötzlich als schwarzer Unbekannter die überraschten Eulenburger.
Otfried Preußler ist einer der großen Autoren der modernen Kinderbuchliteratur
und Erfinder unzähliger wunderbarer Figuren. Mit der Kleinen Hexe, dem Kleinen Wassermann und dem Kleinen Gespenst
begeistert er seit Jahrzehnten Kinder wie Erwachsene.
Hartmut El Kurdi Ab 8
ANGSTMÄN
Ein panisches Kammerspiel
Premiere: 21.03.2010 / Spiegelhalle
Inszenierung: Christoph Nix
Jennifer ist allein zu Hause, da ihre Mutter als Krankenschwester in dieser Nacht eine Kollegin vertreten muss. Aber Jennifer ist ja schon groß und hat keine Angst. Und so ein Abend allein ist ein eindeutiger Fall für die Liste. Die Liste der verbotenen Dinge: Sicherungen rausfliegen lassen, heimlich Pizza bestellen, durch alle Fernsehprogramme zappen und Gruselfilme gucken. Dabei wird es Jennifer schon ein wenig mulmig. Und kommen aus dem Schrank nicht seltsame Geräusche? Tapfer nimmt sie ihren letzten Mut zusammen und öffnet die Schranktür. Dahinter sitzt jemand, der sich noch viel mehr fürchtet: Angstmän, ein zerknautschter Superheld. Der größte Schisshase des Universums. Ein unglaublicher Angstbeutel. Der hat sich auf der Flucht vor Pöbelmän, dem gemeinsten Superheldenschwein aller Galaxien, verf logen. Da bleibt nur eins: Jennifer und Angstmän müssen die Wohnung verbarrikadieren – doch vor einem Pöbelmän ist nichts und niemand wirklich sicher ...
Hartmut El Kurdi hat eine verrückte Geschichte über die Superhelden des Alltags geschrieben, die vor allem eines will: Mut machen. El Kurdi wurde 1964 in Jordanien geboren und lebt seit 40 Jahren in Deutschland. Er schreibt Theaterstücke und führt Regie. Angstmän inszeniert Intendant Christoph Nix.
Franz Kafka Ab 14
DER PROCEß
Wiederaufnahme: Oktober 2009 / Spiegelhalle
Inszenierung: Johannes Schmid
Dramatisierung: Ruth Bader und Johannes Schmid
Ausstattung :Michael S. Kraus
Choreografie: Anna Holter / Komposition: Christian Heiß
Eines Morgens – noch vor dem Frühstück – wird Josef K. verhaftet. Für ihn beginnt ein Alptraum, aus dem es kein Erwachen gibt: Ohne sich einer Schuld bewusst zu sein oder ergründen zu können, wessen er überhaupt angeklagt ist, bestimmt der nun beginnende Prozess sein ganzes Leben. Immer enger wird das Netz, das sich um K. spinnt. Alle Menschen um ihn herum scheinen plötzlich mit dem Gericht in Verbindung zu stehen, vor allem all die verlockenden Frauen, die K. nun kennen lernt. Doch welche Instanz steckt hinter alldem?
Als »Theater in Reinkultur« bezeichnete der Südkurier die in der letzten Spielzeit oft gelobte Inszenierung von Johannes Schmid mit vier Schauspielern und einem DJ.
Friedrich Schiller Ab 14
DIE RÄUBER - RELOADED
Wiederaufnahme für das junge theater konstanz Februar 2010 / Spiegelhalle
Inszenierung: Wulf Twiehaus
Ausstattung: Volker Thiele
Karl, Lieblingssohn und Erbe der Moorschen Grafschaft, führt weitab von zu Hause als Student ein wildes Leben. Franz, daheim geblieben auf dem väterlichen Schloss, kämpft mit allen Mitteln darum, Karls Platz einzunehmen und seinen Bruder nicht nur aus der Erbfolge, sondern auch aus Amalias Herz zu verdrängen. Während Franz seinem Interesse nach Herrschaft radikal folgt, wünscht Karl sich die Rückkehr nach Hause. Doch in einem vermeintlichen Brief des Vaters verstößt dieser Karl. Karl bricht in einem Akt der Verzweif lung mit der bürgerlichen Welt und führt fortan das Leben eines Gesetzlosen.
»Das ist Schiller, radikal gelesen: frei von Robin-Hood-Romantik.« St. Galler Tagblatt
Jakob Mendel/ Gitte Kath Ab 5
NEBENSACHE
Mobile Produktion
Wiederaufnahme auf Anfrage
Inszenierung: Christoph Nix
Einer, dessen Habseligkeiten in einem Einkaufswagen untergebracht sind, erzählt von sich. Früher war er Bauer gewesen, hatte einen Hof und viele Tiere. Auch eine Frau und Kinder hatte der Bauer. Aber eines Tages änderte sich alles. Eine poetische Geschichte vom Glück und dem, was danach kommt.
»Odo Jergitsch erzählt eine traurige Geschichte von Sehnsucht und Enttäuschung. Kindgerecht wird sie erzählt, nur die Erwachsenen bekommen rote Ohren.« Qlt
KÖNIG LINDWURM Ab 5
Erzähltheater nach einem nordischen Volksmärchen
Mobile Produktion
Wiederaufnahme auf Anfrage
Inszenierung: Felix Strasser
Eine Königin und ihr König führen ein glückliches Leben und beide wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch es klappt einfach nicht. Der König versucht, sich mit Kriegen abzulenken, seine Gattin sucht Hilfe – wie in allen guten Märchen – bei einer alten Frau. Doch
deren Methode ist sehr kompliziert: rote und weiße Rosen, Schüsseln mit kaltem und lauwarmem Wasser, eiskalte Vollmondnächte. Und so liegt bald kein Baby in der Wiege, sondern ein kleines feuerspeiendes Monster mit schuppiger Haut. Und es wächst schnell und hat unglaublichen Hunger …