Enrico Stolzenburg

wurde 1973 in Berlin geboren. Er studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch”. Nach Engagements am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Stadttheater Bern und an der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin leitete er beim Festival d’Avignon 2004 die französische Erstaufführungsreihe “Auteurs contemporains”. Mit Falk Richters “Electronic City” wurde er im Jahr 2005 zum Festival “Premières” am Théâtre National de Strasbourg eingeladen. Zu seinen Inszenierungen an der Schaubühne gehören die deutschsprachigen Erstaufführungen der Stücke “Nur für Erwachsene” und “Das Ende der Zivilisation” von George F. Walker, “Kebab” von Gianina Carbunariu sowie die Uraufführungen “Orient Express” (6. Festival Internationale Neue Dramatik) und “Distanz” von Lars Norén, womit er 2006 beim “Miryang Summer Performing Arts Festival” in Südkorea gastierte. Dort erarbeitete er im Jahr darauf auch das Lehrstück “Die Ausnahme und die Regel” von Bertolt Brecht. Im Sommer 2006 begann seine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Komponisten Daniel Ott. Mit ihm verwirklichte er seither die Uraufführung verschiedener Musikstücke wie das Orchesterwerk “hafenbecken I & II” im Rheinhafen von Basel, die Klangperformance “landschaft. 29/7” bei den 62. Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker und “Blick Richtung Süden” bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik. Seine Freiburger Inszenierung “Schwarze Jungfrauen” von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel wurde im Mai 2007 zu den Autorentheatertagen am Thalia Theater in Hamburg eingeladen. Zu weiteren Arbeiten am Theater Freiburg zählen ein eigenes Projekt mit dem Titel “Berufsberatung” im Orbit des “raumlabor berlin”, “Dantons Tod” von Georg Büchner und die Uraufführung “Bagdad Brennt” von John und Peter von Düffel, die im April 2009 bei “AUAWIRLEBEN – Zeitgenössisches Theatertreffen Bern” gezeigt wurde.
Im Sommer 2009 inszenierte er die japanische Erstaufführung von Gianina Carbunarius “Kebab” in Osaka.

Seit seiner Inszenierung der drei Stücke “Nicht Nicht Nicht Nicht Nicht genug Sauerstoff”, “In weiter Ferne” und “Die Kopien” von Caryl Churchill im Mai 2008 arbeitet er auch für das Theater Konstanz.

In der Spielzeit 2009 / 2010 wird Enrico Stolzenburg DER STEIN von Marius von Mayenburg inszenieren.

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