Jo Fabian



Regisseur

Jo Fabian ist Autor, Regisseur, Choreograph, Bühnen- und Kostümbildner, Lichtdesigner, Komponist, Videokünstler, Theaterproduzent, Zeichner und Programmierer.
Er ist 1960 in Berlin (DDR) geboren. Nach seiner Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule in Rostock wird er an verschiedenen Stadttheatern der DDR als Schauspieler engagiert. Seit 1984 inszeniert Jo Fabian selbst.


Er arbeitet 1988 mit dem Studententheater „Luis Fürnberg" in Leipzig, 1989 am Bauhaus Dessau und 1990 an der Volksbühne Berlin. 1991 gründet er die Freie Theatergruppe „example.dept" und arbeitet mit ihr in Residenz am Theater unterm Dach im Berliner Prenzlberg. 1994 wurden zwei seiner freien Produktionen (Whisky & Flags und Keine Gnade) zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Es folgen unzählige Gastspiele im In- und Ausland. Unter anderem in Salzburg, Paris, Budapest, Barcelona, Porto, Brüssel und Hong Kong.
Die nächsten 10 Jahre werden all seine freien Produktionen am Hebbeltheater in Berlin uraufgeführt.
Er ist Mitbegründer der „Sophiensaele" und ist regelmäßig mit seiner Kompanie im Festspielhaus Dresden- Hellerau zu Gast.
In mehr als 60 Inszenierungen hat Jo Fabian ein eigenes Theaterkonzept entwickelt, das an die französische Avantgarde der Zwanzigerjahre anknüpft und auf wesentliche Elemente des Surrealismus zurückgreift. Sein Konzept eines „spektralen Theaters" erforscht die Mechanismen des Unbewussten und dessen Einfluss auf die künstlerische Produktion und deren Wahrnehmung durch den Zuschauer. Jo Fabian nutzt und verbindet hierbei Ausdrucksformen unterschiedlicher Genres wie Schauspiel, Tanz, Performance, Konzert und Installation.


Parallel arbeitet er auch weiterhin als Regisseur an deutschen Stadt- und Staatstheatern und im Ausland. Dort geht er überwiegend von Textvorlagen anderer Autoren aus.
Seit 1999 entwickelt er zudem eine eigene Tanzsprache, die auf Texten aufbaut und dem Alphabet getreu in Bewegung umgesetzt werden kann. Mit diesem "Alphasystem" entstehen mehrere Arbeiten, die teilweise eine interaktive Struktur beinhalten, so dass der Zuschauer in die Lage versetzt wird, selbst kreativ am Entstehen des Kunstwerkes teilzuhaben.
Das „Alphasystem" findet inzwischen nicht nur im Tanzbereich Anwendung, sondern auch in der Musik und in der visuellen Medialkunst und ist auch von anderen renommierten Künstlern eingesetzt worden.


Jo Fabians Theaterarbeiten wurden mehrfach preisgekrönt.
Der "Deutsche Produzentenpreis für Choreographie" wird Jo Fabian im Sommer 1999 für sein bisheriges Gesamtschaffen in der Berliner Akademie der Künste verliehen. Es ist einer der höchstdotierten Preise für freie künstlerische Arbeit in Europa.
2013 wurde seine Hallenser Inszenierung „Die Weber" zum Berliner Theatertreffen nominiert.
Neben seinen freien Produktionen in Berlin und den Niederlanden arbeitet Jo Fabian seitdem an vielen deutschen Bühnen. Unter anderem in Halle, Mülheim an der Ruhr, Cottbus, Jena, Thübingen, Dresden, Konstanz, Magdeburg und Stuttgart.

Weiteres siehe www.jofabian.de

 


In dieser Spielzeit zu sehen in:

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© Peter Kapusta