Kay Link



Regisseur

Seit 20 Jahren arbeitet Kay Link als freischaffender Regisseur. Er inszenierte u.a. am Staatstheater Darmstadt, Staatstheater Cottbus, am Theater an der Wien, am Aalto-Musiktheater Essen, an der Oper Leipzig, am Landestheater Linz sowie an den Theatern in Hannover, Bielefeld, Detmold, Heidelberg, Regensburg und Pforzheim. Er ist regelmäßig zu Gast bei Festivals. Inszenierungen von Kay Link wurden bei Kritikerumfragen, z.B. des Deutschlandfunks, als „herausragend" bezeichnet, seine Essener Inszenierung von Medea wurde gerade bei der Kritikerumfrage der Welt am Sonntag mehrfach mit dem Prädikat „Beste Inszenierung 2019" gewürdigt.

Der vielseitige Regisseur führt Regie sowohl im Schauspiel als auch im Musiktheater. So inszenierte er u.a. in Köln Minna von Barnhelm oder Felicia Zellers X-Freunde, in Coburg Florian Zellers Vater oder in Halle die Uraufführung von Tonio Kröger nach Thomas Mann. Seine Inszenierungen und Stückfassungen waren mehrfach zum Kölner Theaterpreis nominiert, so z.B. für Woyzeck³, für Sasha Marianna Salzmanns Muttersprache Mameloschn oder für Die Erzählung der Magd Zerline - aufgewischt wird später von Hermann Broch. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 arbeitete er koordinierend an den Eröffnungsfeierlichkeiten mit und realisierte (Konzeption und Regie) auf der Autobahn A40 das Stück Liebe in den Zeiten der Ruhr - 40 Liebesgeschichten aus dem Pott. Ein theatrales Decamerone auf dem Ruhrschnellweg. Im Shakespeare-Jahr verwirklichte Kay Link anhand von Texten und zeitgenössischen Shakespeare-Vertonungen ein Cross-Over-Projekt mit Alexander Khuon und ChorWerk Ruhr. Zuletzt inszenierte Kay Link das Singspiel Im weißen Rössl in der wiederentdeckten Urfassung von 1930.

Kay Link schreibt neben Stückbearbeitungen auch eigene Theaterstücke. So stammen von ihm das Kinderstück König & König (UA Lüneburg 2015), die Musicals Showbiz (UA Leipzig 2007), Die zertanzten Schuhe (UA Leipzig 2011) oder gemeinsam mit Inken Kauter das Schauspiel Ein langer süßer Selbstmord - Der Fall Oscar Wilde (UA Köln 2011). Die meisten seiner Theaterstücke wurden bei großen Bühnenverlagen verlegt. Außerdem veröffentlichte er wissenschaftliche Arbeiten zu Heinrich von Kleist und zu Thomas Bernhard.

Kay Link studierte Literaturwissenschaft, Geschichte, Kunstgeschichte und Gebärdensprache in Frankfurt am Main und London. Nach Abschluss seines Magister-Studiums arbeitete er zunächst als Regieassistent und Spielleiter am Staatstheater Darmstadt, war Assistent renommierter Regisseure wie Werner Schröter oder Claus Guth. Er ist Dozent an der Folkwang Universität der Künste Essen und hat einen Lehrauftrag für szenischen Unterricht an der Hochschule für Musik, Dresden.

www.kaylink.de


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