24.02.2012 | Stadttheater | ca. 95 Minuten ohne Pause

Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner


Ingrid Lausund


Wir alle wollen Afrika irgendwie helfen. Doch geht es dabei um echte Hilfe oder doch nicht eher darum unser Gewissen zu beruhigen? Eva, Christine, Leo, Rainer und Eckhardt arbeiten an einem Benefiz-Abend für Afrika. Möglichst viele Leute sollen möglichst viel Geld spenden. Zwischen Afrika-Klischees, überbordender Emotionalität und der eigenen „political correctness“ gerät die Probe des Benefiz-Abends zum komischen und bissigen Eiertanz, um die richtigen Worte und Szenen. Wie spricht man unterhaltsam über Not und Elend in der Dritten Welt? Sollte man noch einen „echten“ Afrikaner engagieren, damit das Anliegen authentischer rüberkommt? Voll bösartigem Humor führt uns das Stück kompromisslos unsere eigene Betroffenheit vor. Regisseur Alexander Marusch unternimmt diese Gratwanderung zwischen Komik und Politik und kitzelt nach »Der Planet« und »Das Geheimnis der Irma Vep« die Absurdität der Wohltätigkeit heraus.

TRAILER: BENEFIZ


© Video: Max Fürth / Titelbild: Ilja Mess


PRESSEREZENSIONEN


27.02.2012 ? SüDKURIER

Spenden erwünscht

Regisseur Alexander Marusch hat Lausunds „Benefiz"-Gala nicht nur temporeich, sondern mit ihren komödiantischen, ja boulevardesken, aber auch kritischen und zynischen Zwischentönen inszeniert, nahe an Yasmina-Reza-Formaten übrigens.


29.02.2012 ? THURGAUER ZEITUNG

Ablasshandel mit Afrika

Lausunds Stück hat reichlich von allem, und Alexander Marusch (Regie) und Michael Gmaj (Dramaturgie) lassen es mit fünf starken Spielern knallen und fast in eine Farce kippen, ohne die Figuren anzuschwärzen.