20.03.2013 | Werkstatt | 110 Minuten ohne Pause

Antilopen


Henning Mankell
REGIE: Pia Donkel



Die Welt verändern! Nach Afrika gehen! Brunnen graben und den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe geben! Mit hehren Zielen ist der Entwicklungshelfer Lars Rune Ekman mit seiner Frau einst aus Europa nach Afrika gekommen; jetzt, kurz vor ihrer Rückkehr nach Schweden, stehen sie vor einem Scherbenhaufen. Zynisch und desillusioniert schauen sie auf die letzten 11 - oder waren es doch 14? - Jahre zurück: Was ist von den Träumen der Weltveränderung geblieben? Hat sich der Einsatz gelohnt? Ist man nicht doch den rassistischen Vorurteilen erlegen und trägt die Arroganz der Weißen stolz wie eine zweite Haut? Zum Glück trifft jetzt der Schwede Lundin ein, um das Erbe der Ekmans an zutreten und die in Europa prestigeträchtige Entwicklungsarbeit fortzuführen. Zwischen Alkohol, Misstrauen und moralischer Verwahrlosung entpuppt sich der Auftrag als verzweifelte Traumvision, losgelöst von der Realität und verdammt zum Untergang. Woraus kann man noch Hoffnung schöpfen, wenn die Vorgänger längst von Selbstzweifeln, Würmern und Hoffnungslosigkeit zerfressen sind? Der Traum ist ausgeträumt, das Leben verspielt. Es wird Zeit, dass ein Neuer der Maschinerie Entwicklungshilfe in den Rachen geworfen wird. Brutal und unverblümt erzählt Henning Mankell von der Sinnlosigkeit der Entwicklungshilfe und der Unvereinbarkeit von fadenscheinigen Idealen und der afrikanischen Realität.

TRAILER: ANTILOPEN


© Video: Max Fürth / Titelbild: Ilja Mess



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