20.05.2012 | Spiegelhalle | 50 Minuten ohne Pause

Die Vorläufigen


Ivna Zic
Uraufführung


Uraufführung aus dem 1. Autorenwettbewerb der Theater St.Gallen und Konstanz

Seit 2011 loben die Theater St. Gallen und Konstanz gemeinsam einen der hoch dotiertesten Autorenwettbewerbe im deutschsprachigen Raum aus. Am 9. Juni 2011wurde in St. Gallen der Hauptpreis der Jury an Ivna Zics Stück »Die Vorläufigen« vergeben. Mit dem Preis verbunden ist ein Stipendium, um das Stück am Theater Konstanz in enger Betreuung durch die Dramaturgie auszuarbeiten. Die Regisseurin Christine Eder, die in der letzten Spielzeit mit »Geierwally« einen großen Erfolg am Theater Konstanz feierte, führt Regie. Die Uraufführung wird mit einem gemischten Ensemble aus Konstanz und St. Gallen inszeniert und auch in der Lokremise in St. Gallen zu sehen sein.

Die junge Kroatin Ivna Zic, die in Basel und Zürich aufgewachsen ist und derzeit an der Theaterakademie Hamburg Regie studiert, erzählt in ihren Szenen Geschichten von Menschen, die in einem Haus wohnen, einerseits viel voneinander wissen, sich andererseits aber überhaupt nicht kennen. Durch den tragischen Tod von Wickert kommen die Bewohner zusammen. Mit leichter Hand und wenigen Federstrichen, so betonte Laudator Christopher Schmidt, sei es Ivna Zic gelungen, die unterschiedlichen Figuren zu zeichnen. Damit mache sie neugierig auf das gesamte Stück.

TRAILER: DIE VORLäUFIGEN


© Video: Max Fürth / Titelbild: Ilja Mess


© Ilja Mess

PRESSEREZENSIONEN


21.05.2012 ? DIE DEUTSCHE BüHNE ONLINE

Skizzen starker Gefühle

Die 26-jährige Autorin, die in Zagreb geboren wurde und die in Zürich und Basel aufwuchs, lässt Sätze wie Pusteblumen fliegen. Federleicht spielt ihr Stück, das am Stadttheater Konstanz uraufgeführt wurde, mit einem schweren Gegenwartsthema - der Isolation moderner Menschen in Wohnblocks.


23.05.2012 ? SüDKURIER

Jeder für sich und an den Anderen vorbei

Die Schauspieler Jessica Rust, Max Hemmersdorfer, Jana Alexia Rödiger, Sophie Köster, Philip Heimke und Zeljko Marovic beherrschen diesen kunstvollen, aber gnadenlosen Parcours der Anonymität. Gerne hätte man dem feinen und präzisen Spiel länger als nur knapp 60 Minuten zugesehen. Reichlich Applaus und Begeisterung.


22.05.2012 ? THURGAUER ZEITUNG

Vorläufig am Leben

Die Regisseurin Christine Eder verzichtet auf jegliche szenische Überladenheit. Sie übersetzt sparsam, schält Kostbarkeiten im Sprachrhythmus heraus, lässt Pausen zu, schafft mit zarten Eingriffen eindringliche Momente und lässt dabei dem temperamentvollen Ensemble viel Raum. Ivana Žics Text trägt, da ist Verlass, auch wenn er schmerzt wie aufgeschürfte Knöchel