09.02.2014 | Spiegelhalle | JTK | Altersempfehlung 13 Jahren

Tschick


In einer Dramatisierung von Robert Koall


Der 14jährige Maik Klingenberg lebt mit seinen Eltern in einer pompösen Villa mit einem großen Pool vor der Tür. Doch nur nach außen hin scheint alles perfekt. Die Mutter muss zum jährlichen Entzug auf die »Beautyfarm«, der Vater mit seiner Geliebten auf »Geschäftsreise« und Maik bleibt allein zu Hause. Mit zweihundert Euro Taschengeld ausgestattet, sieht er einsamen Sommerferien entgegen, denn Freunde hat Maik keine. Als Langweiler der Klasse hat er nicht einmal einen Spitznamen und zu der großen Geburtstagsfeier der Klassenschönheit Tatjana ist er auch nicht eingeladen. Da steht auf einmal Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, vor Maiks Haustür, mit einem geklauten Lada. Tschick ist gerade erst neu in die Klasse gekommen, ein gebürtiger Russe aus der Hochhaussiedlung und ein »Assi«. Maik kann ihn nicht leiden, steigt aber trotzdem in den Wagen ein. In die Walachei soll es gehen, zu Tschicks Familie, doch schon bald fahren sie einfach drauf los, querfeldein, der Sonne und den Bergen entgegen, die Fenster heruntergekurbelt und die Freiheit genießend. Bis ein schwerer Unfall sie wieder in die Realität zurückholt.

Wolfgang Herrndorfs Roman »Tschick« ist die Geschichte zweier Jungs auf einer Reise quer durch Deutschland, die nach Freiheit und Abenteuer schmeckt und doch nicht ewig dauern kann. Der Roman wurde mit dem Jugendliteraturpreis 2011 ausgezeichnet und von Robert Koall für die Bühne bearbeitet. Im März 2012 erhielt Herrndorf zudem den Preis der Leipziger Buchmesse für seinen Nachfolgeroman »Sand«.

Regisseur Wulf Twiehaus war von 2007 bis 2010 Oberspielleiter am Theater Konstanz.In der Spielzeit 2013/2014 inszeniert er hier »Das Leben ein Traum« von Pedro Calderón de la Barca.

 

TRAILER: TSCHICK 2


© Video: Isabell Steidl, Dorothee Neuling, Max Fürth / Fotografie: Bjørn Jansen
TRAILER: TSCHICK 1_NEU


© Video: Isabell Steidl, Dorothee Neuling, Max Fürth / Fotograf: Bjørn Jansen

© Bjørn Jansen