15.03.2013 | Stadttheater | ca. 3 Std. 20 Min. einschließlich Pause

Don Karlos, Infant von Spanien


Friedrich Schiller


EIN DRAMATISCHES GEDICHT

Spanien 1568. Prinz Karlos kann nicht verwinden, dass sein Vater, König Philipp,
Elisabeth geheiratet hat, die ihm als Frau versprochen war und die er noch immer liebt. Sein Freund, der Marquis von Posa, versucht Karlos stattdessen für Größeres zu begeistern - für die Politik. Karlos soll für die Freiheit in den Niederlanden und damit gegen seinen eigenen Vater kämpfen. Doch das Ränkespiel am Hof ist kompliziert, da viele Parteien zu intrigieren versuchen. Als Posa offenbar zum Vertrauten von König Philipp wird, droht Karlos unterzugehen...

Mit »Don Karlos. Infant von Spanien« schrieb Schiller eines der größten Dramen der deutschen Literaturgeschichte. Da Schiller mehrere unterschiedliche Fassungen anfertigte, änderte sich der Charakter des Stückes von einer Familientragödie hin zu einem politischen Drama. „Geben Sie Gedankenfreiheit", so der leidenschaftliche Appell Marquis Posas an Phlipp II. In seinen Ausführungen wird das Ringen um eine neue gesellschaftliche und politische Ordnung des Landes deutlich. Und dennoch stehen die Figuren und ihre Dramatik im Zentrum des Stücks.

Regie führt Johannes von Matuschka, der mit seinen Regiearbeiten im In- und Ausland große Beachtung findet. Er arbeitete als Assistent von Thomas Ostermeier, Johan Simons, Luk Perceval, Stephan Kimmig, Luc Bondy und Sebastian Nübling, inszenierte und machte Einrichtungen in Madras (Indien), an der MET in New York, der Scala und der Staatsoper München. Er führte Regie u.a. am Theatre National in Bordeaux, am Landestheater Linz und am Mainfrankentheater Würzburg. »Don Karlos« ist seine erste Regiearbeit für das Theater Konstanz.

Musikalische Konzeption Malte Beckenbach
Choreografische Beratung Eva Molinelli

 

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Marie HolzerKOSTÜME: Hella ProkophDRAMATURGIE: Thomas SpieckermannMIT: Jana Alexia Rödiger, Sarah Sanders, Ralf Beckord, Thomas Ecke, Axel Julius Fündeling, Philip Heimke, Frank Lettenewitsch, Zeljko MarovicMUSIK: Malte Beckenbach


© Ilja Mess