05.07.2013

Der fröhliche Weinberg


Carl Zuckmayer
REGIE: Tim Kramer


Der Weingutbesitzer Gunderloch hat sich entschlossen, die Hälfte seines Weinberges zu verkaufen und die andere Hälfte seiner Tochter Klärchen und dem zukünftigen Schwiegersohn zu vermachen. Aber er stellt eine ungewöhnliche Bedingung für seine Einwilligung in ihre Heirat: Der potenzielle Schwiegersohn soll seine Zeugungskraft schon vor der Hochzeit unter Beweis stellen. Gunderlochs eigene Ehe ist kinderlos geblieben und Klärchen aus einer unrechtmäßigen Beziehung mit einem Schiffermädchen hervorgegangen. An diesem Konflikt ist letztlich seine Ehefrau zerbrochen, so dass Gunderloch eigene Kinder als Garant für eine glückliche Ehe ansieht. Klärchen ist mit dem Mitgiftjäger Knuzius verlobt, hat aber ihr Herz an den Rheinschiffer Jochen Most verloren. Um sich Knuzius vom Leib zu halten, erklärt sie ihm scheinheilig, sie erwartet bereits was »Kleines«. Diese Lüge sorgt für einige Verwicklungen.

»Der fröhliche Weinberg« machte 1925 den jungen Carl Zuckmayer auf einen Schlag bekannt. Das Stück verbindet eine vergnügliche, mal derbe, mal poetische, jedenfalls nie banale Komödienhandlung mit kräftigen Seitenhieben auf politischen Fanatismus und Engstirnigkeit jedweder Couleur.

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Jochen DiederichsKOSTÜME: Stefan RöhrleCHOREOGRAFIE: Kampfchoreografie Bret McKeeDRAMATURGIE: Thomas SpieckermannMIT: Rahel Ohm, Jana Alexia Rödiger, Jessica Rust, Sarah Sanders, Ralf Beckord, Peter Cieslinski, Raphael Fülöp, Max Hemmersdorfer, Odo Jergitsch, Frank Lettenewitsch, Markus SchoenenMUSIK: Stefan Leibold


© Bjørn Jansen