18.12.2012

Verstehen!




Die kleine Reihe

Unsere Spielzeit beschäftigt sich mit der „Borderline", der Grenze, die durch unsere Stadt geht. Für uns Deutsche gibt es viel (scheinbar) Rätselhaftes und Skurriles jenseits des Grenzzauns. Und umgekehrt verhält es sich auch so. Mit einer kleinen Reihe von exquisiten Vorträgen helfen wir, Licht ins Dunkel zu bringen. Wir helfen, zu „verstehen". Nächster Termin am 18. Dezember um 19 Uhr im Foyer des Stadttheaters:

»KÜHE VERSTEHEN«
Kaum jemand kann so faszinierend über Kühe erzählen wie der Schweizer Martin Ott. Der Mitbetreiber eines der größten Biobetriebe der Schweiz ist zuständig für eine Herde von über hundert Stück Rindvieh. Der Meisterlandwirt, Sozialtherapeut und Liedermacher betreibt zum Teil gemeinsam mit Wissenschaftlern seit langem Kuh-Verhaltensstudien. Wie er mit Kühen "spricht", wie Kühe untereinander kommunizieren, wie sie in der Therapie von behinderten Menschen eingesetzt werden, wie sich ein gutes Mensch-Kuhverhältnis auf Milchmenge und die Gesundheit auswirken, das sind nur einige der spannenden Aspekte seines Vortrags. Sein gleichnamiges Buch wurde ein inspirierende Bestseller über die Landesgrenzen hinaus. Für alle, die am Miteinander von Tier und Mensch interessiert sind, ob Landwirt, Haustierbesitzer, Tierschützer: Erleben Sie Martin Ott am 18.12.12, um 19 Uhr im Foyer des Stadttheaters.

Bereits im Oktober ging es um »SCHWYZERTÜTSCH VERSTEHEN«
Laut stupedia.org ist „Schweizerdeutsch (Schwyzerdütsch, Mundart) ... ein irreparabler Sprachschaden der Einwohner des kleinen Landes in der Mitte Europas." Norddeutsche tun sich schon schwer mit dem Schwäbischen, dem Badischen. Jenseits der schweizerischen Grenze endet dann jedes Verstehen. Ein Vorurteil, findet Dr. Ellen Brandner, Linguistin an der Uni Konstanz. Denn zumindest „das Deutsch-Alemannische und das Schweizerdeutsche sind eigentlich ganz nah beieinander". Wie nah, konnten das Publikum in ihrem Vortrag in der Spiegelhalle am Sonntag, 11.11.2012, um 19.15 Uhr, vor der Vorstellung von »Der Bären wilder Wohnung« erfahren.

Eintritt frei.

Diese Reihe wird unterstützt von den Theaterfreunden Konstanz e.V.

 

DRAMATURGIE: Mario Portmann