18.10.2013 | Stadttheater | ca. 1 Stunde 50 Min. inkl. Pause

Pimpinone / Angst vor Schlägen


Georg Philipp Telemann / Georges Courteline


Nach Meyerbeers »Die Afrikanerin« vorletzte Spielzeit, präsentiert das Schauspielhaus Konstanz dieses Jahr als Highlight eine Kammeroper: Georg Philipp Telemanns »Pimpinone«. Die 1725 in Hamburg uraufgeführte Opera buffa greift das immerwährende und hochkomplizierte Spannungsfeld zwischen Mann und Frau auf. Ergänzt werden die abwechslungsreichen und hinreißend komischen Musikstücke durch den Schauspieleinakter »Angst vor Schlägen« von Georges Courteline.

Auf der Suche nach einer geeigneten Anstellung trifft das Dienstmädchen Vespetta auf den wohlhabenden Pimpinone. Hals über Kopf verliebt sich der ältere Junggeselle in die hübsche junge Frau. Erst folgt eine Anstellung in seinem Haus, dann läuten die Hochzeitsglocken. Doch statt dem erhofften häuslichen Glücks zeigt sich sehr bald, wer hier die Hosen anhat: Vespetta entpuppt sich als emanzipierte Frau des 18. Jahrhunderts mit eigenem Willen.

Als Direktor der Hamburger Oper komponierte Telemann das »lustige Zwischenspiel« für Händels »Tamerlano«, das zwischen den einzelnen Akten der vierstündigen Opera seria für Auflockerung sorgte. Das Libretto zu »Pimpinone« basiert auf einem italienischen Text, der bereits 1708 von Tomaso Albioni vertont worden war.

Carl-Hermann Risse arbeitet seit 1979 als Schauspieler und Regisseur für Theater und Fernsehen und war von 1995 bis 2007 Professor für Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch". Er ist bekannt für seine Komödienbearbeitungen. Am Theater Konstanz hat er zuletzt die Komödie »Lametta« auf die Bühne gebracht.

 


© Ilja Mess