29.11.2013

Alice im Wunderland


Roland Schimmelpfennig


Ein Kaninchen, das mit sich selbst redet und ständig in Zeitnot ist, eine Teegesellschaft, die immer wieder von vorne beginnt, weil es rund um die Uhr fünf Uhr schlägt, ein dickes Ei, das auf einer Mauer sitzt und mit Wörtern jongliert - das ist das Wunderland. Hals über Kopf ist Alice in diese fremde Unterwelt hineingeraten, während sie vor lauter Langeweile einem weißen Kaninchen hinterher lief. Nun versucht sie verzweifelt, in dem wundersamen Land Fuß zu fassen. Doch egal, auf wen sie trifft - auf den Siebenschläfer, die Queen of Pain oder den verrückten Hutmacher -, sie alle folgen einem Regelsystem, das für Alice nichts als Rätsel aufwirft und sie in den Grundfesten ihrer Identität erschüttert. Wenn Worte nicht mehr bedeuten, was sie bedeuten, wenn Kleines groß wird und Großes klein, wenn die Zeit schon seit Tagen stillsteht und doch schneller läuft als sie sollte - ist Alice dann wirklich noch dieselbe, die sie einst war, bevor sie dem Kaninchen folgte?

Roland Schimmelpfennig zählt zu den führenden deutschen Dramatikern unserer Zeit. Mit »Alice im Wunderland« schrieb er ein so phantasievolles wie poetisches Libretto, das Alice' Reise ins Wunderland als Reise ins Erwachsenwerden erzählt.

Die Musik wurde von der Konstanzer Jazz-Legende Paul Amrod komponiert. Regie führt Jan Langenheim, der zuletzt mit seinen musikalischen Abenden »Weil du noch immer nicht da bist« und »Der Geruch vom Bodensee« begeisterte.

Zu der Vorstellung am 7. Februar wird es ein Nachgespräch geben!


© Bjørn Jansen