21.02.2014 | Stadttheater | ca. 2 Std. 25 Min. inklusive Pause

Das Leben ein Traum


Pedro Calderón de la Barca


Dem polnischen König Basilio haben die Sterne prophezeit, dass sein Sohn Sigismund zum blutigen Tyrannen heranwachsen wird. Deshalb lässt er ihn kurz nach der Geburt in Ketten legen und in einen Turm im Gebirge sperren. Als des Königs Leben sich dem Ende zuneigt und er noch immer keinen Thronfolger gefunden hat, beschließt er die alte Weissagung zu überprüfen. Mittels eines Schlaftrunks wird Sigismund bewusstlos gemacht und an den Königshof gebracht, wo er als Herrscher empfangen wird. Sein bisheriges Leben in Ketten wird ihm als Traum dargestellt. Er soll, ohne es selbst zu wissen, geprüft werden. Verhält er sich nach dem Erwachen wie ein weiser Regent, darf er König werden. Zeigt er sich jedoch als unberechenbarer Tyrann, muss er zurück in seinen Kerker. Sigismund verfällt der Raserei, tötet einen Diener, vergewaltigt beinahe die junge Rosaura und muss zurück in den Turm. Kurz darauf befreien ihn Aufständische und ziehen mit ihm in die Schlacht gegen König Basilio. Wird sich Sigismund schlussendlich doch als kluger Regent erweisen?

Pedro Calderón de la Barca, 1600 in Madrid geboren, gilt als einer der bedeutendsten barocken Dramatiker des spanischen Sprachraums. Sein heute bekanntestes Werk »Das Leben ein Traum« ist eine zutiefst philosophische Tragikomödie: Ist der Mensch frei oder seinem Schicksal unterworfen? Was ist es, das einen Menschen zum Menschen macht?

Erneut inszeniert Wulf Twiehaus am Theater Konstanz. Nach den Erfolgen von »Gertrud«, »Othello« und »Tschick« widmet er sich wieder einem klassischen Theaterstoff.

Die Musik steuert das deutsch-finnische Künstlerduo VOITA! bei.


© Ilja Mess