15.02.2014 | Spiegelhalle | ca. 40 Minuten

Iris


Musiktheater nach dem gleichnamigen Märchen von Hermann Hesse - Musik Ralf Kleinehanding - Texteinrichtung von Ralf Kleinehanding und Joana Tautz


In seinem 1918 entstandenen Märchen »Iris« erzählt Hesse die Geschichte von Anselm, der zuhause inmitten des mütterlichen Gartens aufwächst und sich dort fasziniert die Blumen anschaut. Besonders die Schwertlilie - auch Iris genannt - liebt er sehr. Im Kelch der Blume entdeckt er einen wunderbaren Weg in ihr Inneres, bei dessen Betrachtung er eine tiefe Verbundenheit mit sich selbst und der Welt empfindet.

Als Anselm älter wird, verliert er sein Interesse an dem Garten und wendet sich einer weltlichen Karriere als Hochschullehrer zu. Erst durch die Bekanntschaft mit Iris, der Schwester eines Freundes, wird er allmählich seiner inneren Leere gewahr. Als er Iris heiraten möchte schickt sie ihn auf eine Suche, die letztlich eine Suche nach seinem Selbst darstellt.

Die moderne Komposition von Ralf Kleinehanding für Bassflöte, Flöte, Bassklarinette, Vibraphon und Schlagwerk greift musikalisch Themen wie den traumhaften Garten oder die Beziehung Anselms zu Iris auf.

Joana Tautz studierte Regie an der Theaterakademie in Ulm und ist seit Sommer 2012 Regieassistentin am Theater Konstanz. Mit »Iris« gibt sie hier ihr Regie-Debüt. Der Komponist und Schlagzeuger Ralf Kleinehanding ist dem Konstanzer Publikum bereits aus seiner regelmäßigen Reihe für Neue Musik »HighNoon Musik 2000+« bekannt.

 


© Bjørn Jansen