26.04.2014 | JTK | Altersempfehlung 16 Jahren

UTOPIA IN PROGRESS


Uraufführung
REGIE: Anestis Azas & Prodromos Tsinikoris; Projektleitung/Theaterpädagogik Sarit Streicher


Geplatzte Utopien?

Die Enttäuschung bei den deutschen und griechischen Jugendlichen ist riesengroß nach der zurückgezogenen Einladung zu „Made in Germany"!

Auf Unverständnis stieß die „Ausladung" des deutsch-griechischen Jugendstücks „Utopia in Progress" zum Festival „Made in Germany" in Stuttgart, nicht nur am Theater Konstanz. Die Einladung „...möchte die Bürgerjury von Made in Germany UTOPIA IN PROGRESS zum 4. Interkulturellen Theaterfestival Made in Germany einladen" erreichte das Theater Konstanz am 20.4.2015. Am 14.7. dann die Absage durch die Projektkoordination Interkulturelles Theater. Von Seiten der Veranstalter (Forum der Kulturen) des Stuttgarter Festivals wird inzwischen gesagt, es hätte sich lediglich um eine Vorauswahl gehandelt, als die Einladung ans Theater Konstanz geschickt wurde. In der Einladungsmail war jedoch von Vorauswahl nicht die Rede. Diese Tatsache wurde leider in der Presse so nicht dargestellt.

Einige der griechischen MitspielerInnen, die größtenteils in Thessaloniki leben, haben bereits Vorstellungen im eigenen Land abgesagt. Wir alle hoffen nun auf eine Aufführung der Inszenierung der beiden griechischen Regisseure Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris in Athen sowie auf Sponsoren, die den Jugendlichen aus Griechenland und Deutschland dies ermöglichen.
Dani Behnke

 

DEUTSCH-GRIECHISCHES JUGENDPROJEKT

»Eine Weltkarte, in der Utopia nicht verzeichnet ist, ist keines Blickes wert, denn sie unterschlägt die Küste, an der die Menschheit ewig landen wird.«
»A map of the world that does not include Utopia is not worth even glancing at, for it leaves out the one country at which Humanity is always landing.«
Oscar Wilde

Zum Stück/About the play

19 junge Menschen aus Griechenland und Deutschland. Zwei Chöre, beide europäisch und gleichzeitig gegensätzlich, begegnen sich auf der Bühne der Spiegelhalle. Im Februar 2014 haben sie sich zum ersten Mal gesehen. Weit weg von Konstanz, auf der Probebühne des Vassiliko Theatro in Thessaloniki. Nach Intensivproben in Thessaloniki und Konstanz mündet nun die Reise der griechisch-deutschen Kooperation in den Bühnenraum der Spiegelhalle - wo sie sich erneut gegenüber stehen.
Haben wir eine gemeinsame Utopie über einen idealen Staat? Brauche ich das Gegenüber, um zu überleben? Wollen wir eine Revolution? Und wer muss leider draußen bleiben?
Nach Motiven der VÖGEL von Aristophanes und mithilfe dokumentarischen Materials stellt UTOPIA IN PROGRESS die Frage nach sozialer und politischer Gerechtigkeit und danach was Erwachsenwerden im heutigen Europa eigentlich bedeutet.

19 young people from Greece and Germany. Two choirs, both European and at the same time contrasting, meet each other on the stage of the Spiegelhalle. They saw each other for the very first time in February 2014. Far away from Konstanz at the rehearsal stage of the Vassiliko Theatro in Thessaloniki. After intensive rehearsals in Thessaloniki and Konstanz the journey of the Greek-German cooperation gets to its peak on the stage of the Spiegelhalle - where they meet again opposing each other.
Do we have a common utopia about an ideal state? Do I need the other to survive? Do we want a revolution? And who is not allowed to be part of it?
Adapted from THE BIRDS of Aristophanes and with the aid of documentary material UTOPIA IN PROGRESS raises the question about social and political justice and what it means to become an adult in nowadays Europe.

Initiiert von Theaterpädagogin Sarit Streicher ist UTOPIA IN PROGRESS das erste internationale Projekt im Jungen Theater Konstanz. Regie führen Anestis Azas und Prodromos Tsinikoris, die bereits mit Rimini Protokoll und Dimiter Gottscheff zusammen gearbeitet haben. Ihre Produktion TELEMACHOS - SHOULD I STAY OR SHOULD I GO? (Ballhaus Naunynstrasse Berlin) wurde zum Heidelberger Stückemarkt 2013 eingeladen und war zu Gast am Staatstheater Karlsruhe und Schauspiel Stuttgart.

Gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds Kunst vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, in Kooperation mit dem Nationaltheater Nordgriechenlands Thessaloniki und dem Goethe Institut Thessaloniki.

Hier der Bericht auf ARTE TV.

Hier ein Bericht zum Projekt auf der Seite des Goethe-Instituts.

Hier ein erstes Video zum Projekt

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Stephanie Karl, Dagmar Donners (Video)MIT: Christina Zacharoula Cheila, Aikaterini Glosopoulou, Stefania Kalomoiri, Angeliki Kontou Koukouma, Paraskevi Lypimenou, Laura Milena Mohacsi, Sarah Pfundstein, Eliana Sachpatzidis, Kerstin Schöneich, Vassiliki Tsakoumi, Eljo Bejko, Sadmir Elezov, Nicola Armando Liguori, Fabiano Lorusso, Michail Pitidis, Philip Alexander Reich, Baran Sarikas, Georgios Sofikitis, Lazaros Vroulakos


© Ilja Mess