19.07.2014 | Spiegelhalle | JTK | Altersempfehlung 14 Jahre

ELEKTRA. ORESTES. AMOK.


Eigenproduktion nach Aischylos
REGIE: Anna Hertz, Denis Ponomarenko


Mythos und Gegenwart treffen aufeinander. Kann, was damals war, noch heute sein?

Die Handlung entspringt der griechischen Antike, der Wiege der europäischen Zivilisation. Ein König kehrt aus dem Krieg gegen Troja zurück, aber statt Liebe erwartet ihn zu Hause nur die Rache seiner herrschsüchtigen Frau. Und so wird eine Gewaltkette ausgelöst, die sich durch die ganze Familie zieht, von den Eltern bis zu den Kindern Orestes und Elektra. Sie mündet ins europäische Heute.

Die 18 Spielerinnen und Spieler im Alter zwischen 14 und 17 Jahren haben die Handlung des griechischen Mythos der »Orestie« in unserer Zeit gesucht - und gefunden: Im Zentrum steht Elli, eine Schülerin. Ihr Leben findet zwischen Schule und Elternhaus statt. Überall stellt man Erwartungen an sie, die sie nicht erfüllen kann, nicht erfüllen will in einer oberflächlichen Welt. Elli, die nicht mehr versteht, was die Liebe ihrer Eltern bedeutet, sucht genau wie Orestes und Elektra nach einem Ausweg. Ihre Suche explodiert in einer Gewaltaktion. Keiner wird verschont. Mythos? Nein, Gegenwart.

AUSSTATTUNG / BÜHNE: Kathlina ReinhardtDRAMATURGIE: Sarah WiederholdMIT: Ezgi Akkus, Anna Bartlau, Sabrina Brückner, Lara Deggelmann, Lisa Funk, Felix Griener, Jan Gsell, Olivia Helmlinger, Helena Hieke, Jan Hoffmann, Milena Hufnagel, Leander Kämpf, Maximilian Kelm, Zoe Kosmidis, Vanessa Moser, Leander Schneider, Kathrin Wennrich, Philipp Witte


© Bjørn Jansen