27.07.2014 | Werkstatt

MEI MUTTER MAG MI NET_Volkslieder zersingen


SILVIA PFÄNDNER, THOMAS MAOS


LTT -Schauspielerin Silvia Pfändner und der Tübinger Musiker Thomas Maos interpretieren alte (deutsche) Volkslieder. In diesen oft herzzerreissenden Liedern, fernab vom bierschunkelden Schlager »zersingen« die beiden Musiker diese Lieder, (was soviel wie aktualisieren heißt) - und hauchen ihnen mit Improvisationen und elektroakustischen Klängen ein neues Leben ein. »Es ist das Ursprüngliche, Naturnahe, die eigene Herkunft, das Familiäre...Dabei werden große Themen wie Tod, Liebe, Verlassenwerden, Freude, Trauer in wenigen Worten treffend beschrieben, ohne Schnörkel, in tiefer Schlichtheit. Dazu einfache Melodien, - aber mit großer Tragweite.«

»Mei Mutter mag mi net« ist ein eigenwilliger Abend, der zeigt, dass diese alten Lieder und Texte nichts von ihrer Kraft und Gültigkeit verloren haben.

 

PRESSESTIMMEN

Der Urschrei des Volkslieds

Kein Blatt vor dem Volksmund: »Mei Mutter mag mi net«, ein Liederabend am Tübinger Landestheater.

 Wer beim Stichwort »Volkslied« bisher an heile Welt und brave Biederkeit dachte, wird hier eines Besseren belehrt. Silvia Pfändner und Thomas Maos gehen in ihrem Projekt »Volkslieder zersingen« an die existentiellen Wurzeln des deutschen Liedguts: mit Lust, Wucht und Inbrunst. ....Man hört das gute alte Volkslied mit neuer Stimme und neuen Ohren. So einfallsreich, fantasievoll und leidenschaftlich dürfte sich schon lange niemand mehr für das deutsche Liedgut eingesetzt haben...Ein Abend mit allen Facetten des Lebens. ...Donnernder Applaus.

Schwäbisches Tagblatt

 

Alte Reime im Sturm experimenteller Klänge

....Doch auch wenn es anschließend um Worte und Sinn geht, wird alles »Tümliche« von unerhörten Klängen und modernen Rhythmen hinweggefegt - und legt ungeschönt den Inhalt der Lieder frei, der sich bislang in den vertrauten Melodien eingehüllt hatte.

...ein wahrhaft heftiges Intro für einen Volksliederabend ! Doch auch wenn es anschließend um Worte und sinn geht. wird alles »Tümliche« von unerhörten Klängen und modernen Rythmen hinweggefegt und legt ungeschönt den Inhalt der Lieder frei, der sich bislang in den vertrauten Melodien eingehüllt hatte.

Reutlinger Nachrichten

 

Baden-Würtembergische Theatertage

....Was zu hören ist, ist spannend. Das beweisen die beiden, denn sie zerstören nicht, sie setzen das Vorhandene neu zusammen. Die stoische Performance von Silvia Pfändner und Thomas Maos ist atemberaubend, spannend, nervtötend, anregend und abstoßend zugleich. Die beiden nehmen den bearbeiteten Liedern jeden Anflug von Tümelei, von Heimelei und von Kitsch. ... und was intensiveres als das repetetive »Ei warum stirb I net«  wird man jedenfalls selten in einem Kneipensaal zu hören bekommen.

Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe

MIT: Silvia Pfändner, Thomas Maos


© Patrick Pfeiffer