13.03.2015 | Werkstatt | 50 Minuten ohne Pause

Che - Die Möglichkeit einer Revolution


von Annette C. Daubner
Uraufführung
REGIE: Alexander Müller


Bolivien im Oktober 1967: Endstation für El Comandante Che Guevara. DAS Symbol der kubanischen Revolution, Idol einer ganzen Generation - verraten und hingerichtet. Doch der nun aufgebahrte zum Mythos Gewordene erhält unerwarteten Besuch: Herold, ein mysteriöser »Visionär schreibender Natur« und Fidel Castro treffen in dieser skurrilen, fiebertraumartigen Situation aufeinander.
Scheinbar nicht tot zu kriegen und provoziert vom US-Amerikaner Herold durchlebt der Che noch einmal entscheidende Situationen auf seinem Weg zur Macht. Zusammen mit Fidel sehen sich die beiden gezwungen, vergangene Entscheidungen zu hinterfragen, der Revolution, ihren Zielen und eingesetzten Mitteln noch einmal Sinn zu verleihen und diese womöglich gar zu rechtfertigen.

Die Autorin Annette C. Daubner erschafft in ihrem Auftragswerk für das Theater Konstanz eine faszinierende fiktive Versuchsanordnung, die Fragen an unsere Gegenwart aufwirft wie u.a. Was wird aus revolutionären Ideen und Idealen? Braucht Revolution prägende Charaktere? Wofür kämpfen junge Menschen in der heutigen Welt?

 


»CHE« im Nachgespräch

Im Anschluss an die letzte Vorstellung am 2.5. mit Toni Keppeler – Auslandskorrespondent Mittelamerika (u.a. für die taz)

Nach seiner journalistischen Ausbildung und langjährigen Redakteurstätigkeit (Schwäbisches Tagblatt, Tübingen) war Toni Keppeler vier Jahre als Journalismusprofessor an der Zentralamerikanischen Universität in San Salvador tätig. Acht Jahre arbeitete er als Korrespondent für Mittelamerika und die Karibik für taz (Berlin) und Weltwoche (Zürich) und war vier Jahre Auslandsredakteur beim Schweizer Nachrichtenmagazin Facts. Der heutige Dozent an der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl und der Burda Journalistenschule wurde 1987 mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet und ist Mitgründer von latinomedia – Büro für Journalismus (seit 2010).

Er pendelt zwischen Deutschland und Lateinamerika und gilt als aufmerksamer und kritischer Begleiter von Castros Kuba.



© Wolf Wagner