07.02.2015 | Spiegelhalle | 1 h 50 min | JTK | Altersempfehlung 15

Märtyrer


von Marius von Mayenburg


Benjamin Südel verweigert den Schwimmunterricht - aus religiösen Gründen. Seine Mutter kann das nicht ganz ernst nehmen und vermutet, dass Drogen dahinterstecken. Doch sein Bekenntnis zum Christentum untermauert Benjamin durch situationsbezogene Bibelzitate. In der Schule provoziert er mit den dazugehörigen Handlungen: Im Sexualkundeunterricht zieht er sich aus, und in Biologie kommentiert er die Evolutionstheorie im Affenkostüm. Die Auseinandersetzung mit seiner Lehrerin Frau Roth endet immer wieder mit der Vorladung beim Schuldirektor, der Benjamins Verhalten als pubertäre Launen abtut. Einzig Frau Roth ist ernsthaft besorgt um ihren Schüler. Doch ihr Versuch zu helfen, katapultiert sie in die Schusslinie des Konflikts. Sie wird zur Einzelkämpferin. Benjamin hingegen findet in Außenseiter Georg einen Anhänger, und auch bei Klassenkameradin Lydia kann er mit seinen Ansichten landen, bis der Konflikt gewaltsam eskaliert.

Marc Lunghuß, Jahrgang 1974, studierte in Heidelberg und Berlin Germanistik und Philosophie. Von 2002 bis 2005 war er Regieassistent am Schauspielhaus Bochum. In Neuss erarbeitete er »Die Verwirrungen des Zöglings Törless«, die 2010 zum Theatertreffen NRW und zum Kinder- und Jugendtheatertreffen »westwind« eingeladen wurde und dort unter anderem den Preis der Jugendjury erhielt. Am Theater Konstanz inszenierte er bereits 2009/10 »Noch ist Polen nicht verloren«.

 

 

 



© Bjørn Jansen