19.04.2015 | Stadttheater

Pro.log: »EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT«




Long Day's Journey into Night ist eines von Eugene O'Neill's späteren Theaterstücken,

vielleicht auch sein persönlichstes. Es kommt in der tragischen Unausweichlichkeit des Untergangs seiner Charaktere der großen Tragödie nahe und spiegelt die Situation von O'Neills eigener Familie. O'Neill schrieb, er sei seinem eigenen Tod in dem Stück begegnet. Es gibt keine Schuldfrage, nur die Gewissheit, dass keiner die Möglichkeit gehabt hätte, anders zu handeln. Alle Figuren sind in ihrer Vergangenheit verfangen und gefangen, können sich nicht von ihr befreien, begegnen ihr unausgesetzt im Anderen. Wenn Theater die öffentlichste Form der Kunst ist, so hat O'Neill sie in diesem Stück zur privaten Vision verwandelt.


MIT: Dr. Monika Reif-Hülser

MIT: Dr. Christoph Gardian