29.01.2014 | Werkstatt

Nur mit mir allein zum Glück


integratives Performance-Projekt von Micha Stuhlmann


Wenn sich Menschen unterschiedlicher Generationen (zwischen 25 und 80 Jahren), unter-schiedlicher Herkunft, mit und ohne körperliche Beeinträchtigung, mit und ohne psychische Krankheit begegnen, um in einen künstlerischen Prozess einzutauchen, kann nur Erstaunliches entstehen.
Im Sommer 2013 machten sich 10 Menschen, unter der Leitung der Performance-Künstlerin Micha Stuhlmann auf den Weg, den Gemeinsamkeiten und Widersprüchen ihrer Identitäten in performativen Handlungen auf die Schliche zu kommen und ihnen ein Gesicht zu geben.
Die Dramaturgie der Performance wird von den Akteuren selbst bestimmt. Es gibt weder literarische, noch musikalische Vorlagen, sondern biografische Momentaufnahmen, Situationskomik, Rückblicke.
Dieses rohe Material wurde einem künstlerischen Umwandlungsprozess übergeben. Die Akteure rühren in den wohlgeschichteten Einmachgläsern ihrer Identitäten und öffnen manche Schranke im eigenen, wie auch im Weltbild der Zuschauer. Die dabei entstehenden Frage-Reihen werden zu einer fragilen Versuchsanordnung, die zwischen Handlungsort und Zuschauerraum hin und her gespielt wird.
Das Bühnenstück »Nur mit mir allein zum Glück« wirft mit Fragen und allerlei Antworten um sich, stellt Unumstössliches auf den Kopf und lädt ein, den Gedanken und Handlungs-spuren der wagemutigen Protagonisten auf ihren manchmal schelmischen und manchmal nachdenklichen Pfaden zu folgen.