23.10.2015 | 1:20h ohne Pause

Fremd bin ich Eingezogen


Eine Musikalische Wanderung durch Schuberts »Winterreise« und Büchners »Lenz«


»...fremd zieh' ich wieder aus.« Hier singt einer nicht von einer Reise, an deren Ende die Heimkehr steht, es ist vielmehr das Hinaus eines Heimatlosen ohne Ziel. Ein anderer irrt, drängt hinaus und sucht - auch sich selbst. Fremd sind sie beide: sich, uns, einander. Mit Schuberts weltberühmten Liedern und den irrlichternden Worten von Büchners Lenz suchen und irren sie durchs Gebirge, durch die Menschen, durchs eigene Ich.
In Zeiten der gewaltigen Flüchtlingsströme und Migrationsbewegungen erzählt Regisseurin Katrin Hilbe mit Schubert und Büchner von Suchbewegungen und Reisen ohne Wiederkehr.

Katrin Hilbe
ist liechtensteinisch-amerikanische Regisseurin für Oper und Schauspiel. Sie arbeitet seit 2002 freischaffend sowohl in USA wie in Europa.

…es gelingt in einer Art assoziativen Reihung, die Seelenverwandtschaft der Werke erlebbar zu machen. Die Autorin verzichtet weitgehend auf einen zusätzlichen Überbau. […] Man vertraut auf die Kraft der Worte, die Poesie des Klavierparts, die Verdichtung der Atmosphäre durch die Projektionen – und vor allem die Darsteller, die Enormes leisten.
Bettina Schröm, Südkurier vom 26.10.2015

ANTONIA BEERMANN: INS GEBIRG

In unsere eigene Geschichte ist eine Fluchtbewegung eingeschrieben. Büchner, Lenz, Müller und Schubert: Eine Reise in den Winter des Selbst.



MUSIKALISCHE LEITUNG: Sophie NawaraAUSSTATTUNG / BÜHNE: Verena NeumannKOSTÜME: Verena NeumannDRAMATURGIE: Antonia BeermannMIT: Wolfgang Erkwoh, Vincent Heppner, Sophie NawaraWEITERE: Armin Peterka, Bianka Wilk, Max Fürth