07.11.2015 | Werkstatt | 1:30h ohne Pause

Medea


Euripides | Deutsch von Peter Krumme


Ganz nah am Publikum – Zurmühles „Medea“-Inszenierung in der Konstanzer Theaterwerkstatt macht betroffen.Anna-Lena Buchmaier, 10.11.2015 Schwäbische Zeitung

Jason und Medea sind Flüchtlinge. Sie stammen aus unterschiedlichen Kulturen. Kreon, König von Korinth, hat ihnen nach abenteuerlicher Flucht Asyl gewährt. Jason arrangiert sich mit den Gegebenheiten und will Kreons Tochter heiraten. Medea steht dem Eheglück jedoch im Weg. Aus Liebe zu Jason hatte sie gestohlen, betrogen und getötet. Auch haben sie zwei Kinder.
Für eine sichere, glückliche Zukunft ist Jason die Vergangenheit nun äusserst lästig, die Gefährtin muss also weg. Schwiegervater Kreon verbannt sie aus seinem Land. Verraten und verlassen sinnt Medea auf Rache. Nicht vor Eifersucht rasend, sondern voller Kalkül setzt sie ihre grausamen Pläne in die Tat um.
431 v. Chr. uraufgeführt war das Stück ein großer Tabubruch. Sind wir heute weiter?

Mark Zurmühle studierte Regie und Schauspiel am Max Reinhardt Seminar Wien. Er inszeniert u.a. am Maxim-Gorki-Theater in Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am schauspielfrankfurt und leitete das Deutschen Theater Göttingen 15 Jahre lang als Intendant.

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AUSSTATTUNG / BÜHNE: Eleonore BircherKOSTÜME: Eleonore BircherDRAMATURGIE: Martin ApeltMIT: Jana Alexia Rödiger, Georg Melich, Thomas EckeWEITERE: Jens Dierkes, Miriam Dold, Bianka Wilk