27.11.2015 | 2:30h mit Pause

Faust I


Johann Wolfgang von Goethe


Faust ist in tiefste Verzweiflung gestürzt: Auf der Suche nach dem »was die Welt im Innersten zusammenhält«, ist er gescheitert. In einer Welt des "Anything goes" weiß er sich und seinem Leben keine Richtung mehr zu geben. An diesem Punkt trifft er auf Mephistopheles, der ihn vielstimmig und einflüsternd versucht. Er verspricht Faust Hilfe bei der Suche nach Glückseligkeit. So schließt Faust den berühmten Bund mit dem Teufel. Und Mephisto weiß, wie er seinen Doktor fangen kann: Im Zusammentreffen mit Margarethe erliegt Faust völlig deren kindlich unschuldigem Reiz. Faust kennt kein Halten mehr, er setzt alles daran, »sein Gretchen« für sich zu gewinnen. Hure und Heilige, beides ist sie Faust und beides will er besitzen. Sein Handeln zieht Todschlag, Vergewaltigung und Kindsmords nach sich. Und es wird offenbar, wozu der Mensch fähig ist, ganz ohne den Teufel.

 

JOHANNA WEHNER ist seit 2014 Oberspielleiterin in Konstanz. In ihrer ersten Spielzeit inszenierte sie u.a. »Das Geisterhaus« und »Der Vater«. Sie arbeitet darüber hinaus in Freiburg, Jena und Frankfurt, wo sie zuletzt Maxim Gorkis »Nachtasyl« inszenierte.

 

 

FAUST I+I - Das ganze Drama!

am 3.6.& 4.06.2016 an einem Wochenende
und
am 11.6.2016 i
n einer Doppelvorstellung

 

Erleben Sie am Theater Konstanz beide Teile der weltberühmten Tragödie um Faust, Mephisto und Gretchen im Doppelpack.
Johann Wolfgang von Goethes Faust I und Faust II im selten gespielten Duett!  Entweder als Doppelabend oder als Kulturwochenende
inklusive Einführung, besonderem Catering und Meet the Artists. Bei dem Besuch beider Vorstellungen gilt ein günstiges Kombiticket, das an der Theaterkasse zu erwerben ist.

Das Böse steckt in Faust selbst, sagen Psychoanalytiker. Neu ist die Erkenntnis nicht. Wohl aber die radikal frische Art, wie die Konstanzer Oberspielleiterin Johanna Wehner Goethes Klassiker präsentiert. [...] Zu Antonio Vecchios druckvollen elektronischen Soundfetzen tanzt Faust durch ein Labyrinth der Spaßgesellschaft [...]
Dieser FAUST macht Lust!
Elisabeth Maier, NACHTKRITIK
Ein Theater, das mit den Sätzen seiner Dichter ernst macht, sieht so aus. […]
Ein Herz dieser Aufführung. Denn die mindestens zwei Seelen wohnen in allen Busen. Und die hervorragenden Schauspieler spielen das auch, spielen, aus der Rolle zu fallen – weshalb es auf diesem Theater, an diesem Abend sogar Platz hat, wenn sie es ‚wirklich‘ tun.
Georg Tscholl, LIECHTENSTEINER VOLKSBLATT