29.01.2016 | Stadttheater | 2:10h (eine Pause)

Ritter, Dene, Voss


Thomas Bernhard


Zwei Schauspielerinnen, zwei Schwestern. Beide kinderlos und in unauflöslicher Hassliebe verbunden, geeint wie getrennt in ihrer heimlichen Leidenschaft für ihren Bruder Ludwig, den Philosophen. Dieser kommt, wieder einmal, aus der Anstalt nach Hause. Zunächst besteht die irrtümliche Hoffnung, der Doktor würde dem Bruder, der auf dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn balanciert, diesmal helfen können. Doch zunehmend steigern sich alle drei Geschwister immer mehr in ihre Manien. Als drohende Kulisse umgibt und umfängt sie dabei die geerbte väterliche Villa. In »Ritter, Dene, Voss«, als Paradestück für drei Schauspieler geschrieben und nach den Darstellern der Uraufführung benannt, vermengt Thomas Bernhard Hassliebe, verbotene Wünsche und Altlasten der Geschichte zu einer grotesken Farce voller Bösartigkeiten erster Güte.

Oliver Vorwerk ist Gründer und bis heute Leiter des »Freien Ensemble Mainz«. Am Theater Konstanz inszeniert er seit 2010 regelmäßig, zuletzt »Das Spiel ist aus« von Sartre und 2015 »Christoph Kolumbus oder Die Entdeckung Amerikas«.

…den beißenden Humor hat Regisseur Oliver Vorwerk keineswegs ausgesiebt…Christa Dietrich, Vorarlberger Nachrichten
Zum Kraftzentrum der Inszenierung wird der Auftritt von Beckord, der die Widersprüchlichkeit all dessen, was sich abspielt, schon körperlich manifestiert.Brigitte Elsner-Heller, Thurgauer Zeitung