07.06.2016 | 1:30h ohne Pause

Und wenn sie gingen


Rebecca C. Schnyder
Uraufführung



Bereits zum zweiten Mal zeigt das Theater Konstanz in Kooperation mit der Schweizerischen Säntisbahn-AG eine Uraufführung in der Panoramahalle auf dem Säntisgipfel, 2501 m. ü. M. Für das packende Kammerspiel zeichnet diesmal die preisgekrönte Schweizer Autorin Rebecca C. Schnyder verantwortlich, selbst im Appenzellerland aufgewachsen.

Ein verlassenes Bergdorf in einer kargen Felslandschaft. Zwei versehrte Frauen wohnen dort oben zurückgezogen in der Einöde: Die junge Klara und die ältere Elis. Doch als eines Tages Anton, ein junger Mann aus der Stadt, in ihre Lebenswelt einbricht, prallen gegensätzliche Visionen vom Leben in der Urbanität und der Bergidylle aufeinander - und nichts ist mehr wie zuvor.

AUTORIN: Rebecca C. Schnyder studierte Theaterwissenschaft und Germanistik und ist seit 2009 freie Autorin. Beim 2. Autorenwettbewerb der Theater St. Gallen und Konstanz gewann sie den Publikumspreis, und wurde kurz darauf mit ihrem Stück „Alles trennt" zum Heidelberger Stückemarkt 2015 eingeladen. Ihr erster Roman „Alles ist besser in der Nacht" erschien im Frühjahr 2016 im Dörlemann Verlag. Im Auftrag des Theater Konstanz hat sie mit Und wenn sie gingen ein Theaterstück für drei Personen geschrieben.

REGIE: Claudia Brier ist Theaterregisseurin und lebt in Konstanz. Sie studierte Schauspielregie und Stage Management in Hamburg und London und hält einen Executive Master in Arts Administration der Universität Zürich. Sie inszenierte unter anderem am Theater Bern, Theater Baden- Baden, Theater Luzern, am Staatstheater Saarbrücken und am Theater Neumarkt Zürich.

MUSIK: Noldi Alder wurde in Urnäsch in Appenzell-Ausserhoden geboren. Er studierte nach einer klassischen Handwerksausbildung klassische Musik (Hauptfach: Violine). Neben der künstlerischen Leitung mehrerer namhafter Festivals komponiert er auch für Film und Theater. Noldi Alder gilt als „Volksmusik-Rebell" und ständiger Erneuerer des traditionellen Naturjodels. Sein Schaffen, das stets zwischen Tradition und Improvisation oszilliert, ist stark von überlieferten Appenzeller Tänzen und Naturjodel-Melodien der Zäuerli beeinflusst - den ursprünglichen Klängen aus dem Säntis-Vorland.

 


Regisseurin Claudia Brier setzt eine starke Ausgangslage für das neue Stück der Ostschweizerin Rebecca C. Schnyder. […] Zwei Frauen warten auf Godot, und haben Tschechows Sehnsucht im Gepäck.Anita Grüneis, KULTUR - Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft
Regisseurin Claudia Brier arbeitet die Brechungen mit behutsamer Situationskomik heraus und kann dabei auf Schauspieler zählen, die diese Komik zur Geltung bringen, ohne die melancholische Substanz des Stücks zu verraten. Friederike Pöschel beeindruckt als zerbrechliche Gestalt, die ihre eigene Verbitterung als Schutzpanzer gegen die Unwägbarkeiten des Lebens nutzt. Lotti Happle setzt dem eine wunderbar jugendlich naive, abenteuerlustige, zugleich aber um ihre Verantwortung besorgte Klara entgegen. Und André Rohde überzeugt als leicht tumber, aber interessierter Stadtbewohner auf Gebirgsausflug. Zwingend zu erwähnen bleibt noch der Jodel-Chor Bismärkli-Schuppel, dessen nahezu sakral anmutenden Beiträge auf eindrucksvolle Weise die Grundstimmung des Stücks aufnehmen.Johannes Bruggaier, Südkurier
Verstockte Herzen in der Einöde. [...] Rebecca C. Schnyder schafft ein originelles, hoch konzentriertes Kammerstück. Regisseurin Claudia Brier verstärkt die mythische Ebene. Und: Ein tolles und vielstimmiges Bühnenbild (Steven Koop).Hansruedi Kugler, Thurgauer Zeitung
Noldi Alder komponierte eine Musik, die sich als Grundstimmung durch das Stück zog und immer wieder Höhepunkte setzte.Anita Grüneis, KULTUR - Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft
Der Zäuerli-Chor „Bismärkli-Schuppel“ aus Urnäsch bringt mit seinen wunderbaren Gesängen die ganze Mystik der Berge zum Ausdruck.Manfred Jahnke, Die Deutsche Bühne


MUSIKALISCHE LEITUNG: Noldi AlderAUSSTATTUNG / BÜHNE: Steven KoopKOSTÜME: Annie LenkDRAMATURGIE: Antonia BeermannMIT: André Rohde, Sebastian Haase, Friederike Pöschel, Lotti HappleMUSIK: Sounddesign: Sebastian HeilandWEITERE: Josefina Eck, Leona Strakerjahn, Alexander Bergholz