25.11.2016 | Stadttheater | 2:20H inkl. Pause

Der Geizige


Molière


Die Herzen schlagen wild im Hause Harpagon: Der Sohn Cléante liebt die mittellose Mariane, die Tochter Elise liebt den Diener Valère. Harpagon selbst, der geizige Familienpatron, liebt nur sein Geld. Entsprechend sollen Cléante an eine reiche Witwe und Elise ohne Mitgift an den alten, aber reichen Anselme verheiratet werden. Seine Kinder aber haben längst andere Pläne für sein Geld und ihr Leben. Manipulation und Misstrauen, Geiz und Konsumrausch herrschen im Haus. Jeder beginnt, die Pläne der anderen zu durchkreuzen, es wird auf- und abgerechnet. Nur eins scheint klar: Ein Happy End kann es nur geben, wenn alle bekommen, was sie lieben - und das Geld in der Familie bleibt.

Das Maximierungsdenken beherrscht das Leben der bürgerlichen Wohlstandsgesellschaft seit ihrer Entstehung. Schon 1668 malte Molière in seiner Komödie Der Geizige in grellen Farben und scharfen Zügen ein bitterböses Bild davon, wie sich Menschen in ihrem Denken, ihrem Handeln und ihrer Liebe maßgeblich der politischen Ökonomie und ihren Schuldsystemen unterwerfen.

Der Regisseur Klaus Hemmerle wuchs in Singen auf und studierte an der Schauspiel-Akademie Zürich. Als Regisseur arbeitete er u.a. in Zürich, Stuttgart und Berlin. Zuletzt inszenierte er Tadellöser und Wolff an der Landesbühne Esslingen und die Deutschsprachige Erstaufführung der Oper Dog Days am Theater Bielefeld.

NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN


MUSIKALISCHE LEITUNG: James DouglasAUSSTATTUNG / BÜHNE: Tilo SteffensKOSTÜME: Tilo SteffensDRAMATURGIE: Juliane HendesMIT: Bettina Riebesel, Johanna Link, Eléna Weiß, Julian Härtner, Jörg Dathe, Tomasz Robak, Thomas Fritz Jung, Ralf BeckordMUSIK: Teresa Renn (Video)WEITERE: Stefan Eberle, Katharina Schlumberger, Elena Bulochnikova, Árpád Porcza