20.01.2017 | Stadttheater | Altersempfehlung 15+

Die Rassen


Ferdinand Bruckner


Bisher spielte Politik im Leben von dem Medizinstudenten Heinrich Karlanner und seiner Freundin Helene keine Rolle. Doch die Wahl 1933 bedeutet eine abrupte Zäsur im Leben des jungen Paares: Heinrich lässt sich von dem beginnenden Massenrausch einer arischen, rassenreinen Nation mitreißen. Aufgehend im Taumel eines neuen deutschen Selbstbewusstseins und Einheitsgefühls nimmt Heinrich mit der strammen braunen Uniform eine neue Identität an und trennt sich von Helene. Helene Max ist Jüdin. Ferdinand Bruckners Drama zeigt die Mechanismen von Gleichschaltung, Entindividualisierung und Massenrausch scharfsinnig prophetisch auf. Wie verhält man sich, wenn sich ein Wertewandel im sozialen Umfeld ereignet und radikales Gedankengut salonfähig plötzlich wird?

Die Rassen - Ein Warnruf, der das schreckliche Ausmaß des Hitlerschen Antisemitismus bereits 1933 vorwegnahm, bedeutete für seinen Autor Ferdinand Bruckner Pariser Exil und blieb von der Mehrheit damals ungehört und unbeachtet.

Die Schweizer Regisseurin Barbara-David Brüesch, bekannt durch ihre Arbeiten u.a. an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, Staatsschauspiel Stuttgart, Theater Neumarkt in Zürich und Theater Basel, inszeniert in Konstanz Die Rassen als aktuellen Aufruf zur Wachsamkeit gegenüber der zerstörerischen Wirkung von Vorurteilen und Intoleranz.

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AUSSTATTUNG / BÜHNE: Damian HitzKOSTÜME: Karin JudCHOREOGRAFIE: Zenta HaerterDRAMATURGIE: Laura EllersdorferMIT: Julian Härtner, André Rohde, Gideon Maoz, Axel Roehrle, Odo Jergitsch, Johanna Link, Tomasz RobakMUSIK: Christian Müller, Video: Patrick Hunka, Bewegungschor: Jeditha Edmaier, Lisa Funk, Anna Hauer, Leonie Klopstock, Nicole Löffler, Natalie Popov, Julia Schröder, Patrick Eisele, Andrew Friedrich, Louis Funk, Peer Homann, Julian Jäckel, Fabiano Larusso, Nikolai StrossWEITERE: Stefan Eberle, Elena Bulochnikova, Philipp Teich, Lucia Wunsch