23.06.2017

Wilhelm Tell


Friedrich Schiller


Schweiz 1307: Landvogt Gessler regiert mit eiserner Faust. Drakonische Strafen gegenüber der Bevölkerung, Zwangsarbeit und sexuelle Übergriffe von Seiten der Obrigkeit sind an der Tagesordnung. Der Bau einer habsburgischen Zwingburg kündigt drohend die Beendigung der alten Reichsfreiheit der Schweizer Kantone an. Die Bürger sollen dem auf einem Marktplatz aufgestellten Hut des Landvogts dieselbe Ehrerbietung erbringen wie seinem Besitzer. Widerstand in der Bevölkerung beginnt sich zu regen: Bei einer geheimen nächtlichen Versammlung auf dem Rütli gründen die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden eine Eidgenossenschaft und schwören heilig die Vertreibung der Habsburger Tyrannen. Einzig Wilhelm Tell aus Uri schließt sich dem politischen Kampf nicht an. Er möchte Frieden und Ruhe für sich und seine Familie. Doch als Tell von Gessler gezwungen wird, den Pfeil gegen sein eigenes Kind zu richten, erkennt er, dass ein richtiges Leben im falschen keine Lösung ist.
Das Theater Konstanz bespielt im Sommer erneut den Münsterplatz. Diese Spielzeit wird der Schweizer Nationalmythos um Wilhelm Tell und den Rütlischwur als große Freilichtinszenierung in Szene gesetzt. Friedrich Schillers letztes Drama wird die Frage nach dem Widerstandsrecht und der Selbstbestimmung der Bevölkerung im Herzen der Stadt aufwerfen.

Die Oberspielleiterin des Theater Konstanz, Johanna Wehner inszeniert Wilhelm Tell als großes Freiluftspektakel auf dem Münsterplatz.