03.05.2017 | Werkstatt

Invasion III - Postapokalypse now | Ein Theatertrip zurück in die Zukunft


"Alle weg" von Stefan Eberle | "In future we trust" nach Motiven von Stanislav Lem
Uraufführung
REGIE: Stefan Eberle, Armin Peterka


Mit INVASION III - POSTAPOKALYPSE NOW finden zwei Monate Ausnahmezustand auf der Werkstatt einen außergewöhnlichen Abschluss. Die Zuschauer sind an zwei geheimen Orten im Stadtraum zu einem Theatertrip »zurück in die Zukunft« eingeladen.

POSTAPOKALYPSE NOW widmet sich der Frage: Was passiert nach dem „Schlussbild"? Wie wird aus dem Untergang ein Neuanfang? Wie soll »das Leben danach« aussehen? Lieber für immer im Keller verschanzen - oder eine chemokratische Zukunft im All wagen? Zwei Invasoren-Teams tasten sich an ungewöhnlichen Spielorten im Konstanzer Untergrund und in einem öffentlichen Gebäude an drei Abenden im Mai an eine neue Weltordnung heran.

Alle weg von Stefan Eberle | Uraufführung
Regie: Stefan Eberle
Gabi, eine junge Frau voll vibrierender Energie und Jörg, ein fatalistischer Mitläufer um die 50, sitzen gemeinsam in einem Kellergewölbe fest. Das ungleiche Paar ist sich hier auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und muss lernen, sich zu arrangieren. Gabi nutzt die Gelegenheit für eine General- abrechnung mit der untergegangenen Zivilisation.
Der Einakter Alle weg wurde von Stefan Eberle eigens für Invasion III geschrieben. Der Autor entwirft in seinem Stück ein ebenso bedrohliches wie komisches Endzeitszenario, das angesichts der Bombardierungsdrohungen aus Nordkorea und den USA erschreckend aktuell ist. Das Stück stellt dabei die Frage, ob von der Welt in unserer Erinnerung mehr bleibt als nur oberflächliche Pop-Zitate.

In future we trust
nach Motiven von Stanislav Lem
Regie: Armin Peterka
Der 8. futurologische Kongress tagt zum Thema Übervölkerung in Costricana. Das diesjährige Highlight: Ein Vortrag des weltberühmten Raumfahrers und Abenteurers Ijon Tichy. Doch ein Bürgerkrieg zwischen Militärregierung und Putschisten, bei dem auch verstärkt chemische, halluzinogene Stoffe eingesetzt werden, führt zu Chaos im Vortragsgebäude. Im Zuge der Kampfhandlungen verliert Tichy das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, muss Tichy erfahren, dass es eine neue Regierungsform gibt - die Chemokratie. Alle menschlichen Sinneswahr- nehmungen werden durch die Verabreichung chemischer Mittel gesteuert. Die Welt scheint friedlich und glücklich... Doch was ist Wirklichkeit - und was reine Illusion?
Ausgehend von literarischen Motiven des Science-Fiction Weltstars Stanislav Lem macht Regisseur Armin Peterka die Zuschauer zu Kongress- teilnehmern und schickt sie auf einen Trip durch mehrere Stockwerke in einem nachts ansonsten nicht zugänglichen Gebäude. Auf dieser großen Reise durch Zeit und Wahrheit verwischen zunehmend die Grenzen von Realität und Fiktion.

 

 

 


Bitte bringen Sie warme Kleidung mit!

An zwei geheimen Orten im Stadtraum | Beginn: Werkstatt


Dort erlebten wir zwei Endzeitszenarien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich möchte nicht viel verraten. Beides waren Science Fiction Trips der Extraklasse, bei denen es einem gelegentlich verdammt kalt den Rücken runtergelaufen ist, bei denen aber auch der Humor nicht zu kurz kam. Peter Wettering, TV3, 04.05.2017
Der Theatertrip zurück in die Zukunft beeindruckt mit den ungewöhnlichen Spielorten, die die Aufführungen in ihrer Wirkung unterstützen. So kann sich der Zuschauer in passender Atmosphäre an die neuen Weltordnungen herantasten. Ein gelungener Abschluss der Reihe, die erschreckend aktuelle Ängste und Bedrohungen künstlerisch aufbereitet hat.Annika Frömel, Südkurier, 05.05.2017