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19.01.2018 | Stadttheater

Lebenshunger - Lust for life


Tanztheaterprojekt auf der gemeinsamen Suche nach Glück
Uraufführung
REGIE: Wies Merkx


Kennen sie das? Diesen kurzen Moment der Klarheit, in dem man sich die Augen reibt und plötzlich begreift, was man alles verloren hat? Was man alles selbst zerstört hat? Dass man eine Illusion, einen Traum gelebt hat, der der Realität nicht enstpricht? Diesen Moment des Stillstands? Was passiert in diesen Momenten genau?

Diese Momente der Klarheit sind Momente der Wahrheit. Die Dialektik aus Selbsttäuschung und Selbsterkenntnis, aus Wahn und Wahrheit ist wesentlicher Bestandteil unseres Lebens.

Man braucht den Traum und die Illusion so sehr wie die Klarheit und die Desillusionierung. Das eine ist nicht wahrer als das andere. Die Desillusionierung widerlegt den Traum nicht, den sie platzen lässt.

Diese Momente der Klarheit hinterlassen oft biographische Sollbruchstellen: Es fällt eine Entscheidung zu Veränderung, zur Trennung, zum Neuanfang, zum Miteinander. So entsteht aus dem Stillstand eine neue Bewegung, eine neue Energie.

Nach "Roses" und "The Basement" ist "Lebenshunger - Lust for life" der dritte Teil einer Trilogie unter Leitung der Choreographin Wies Merkx, die 2016 mit dem Tanztheaterstück "Roses" in der Spiegelhalle gastierte. Gemeinsam mit Tänzern und Schauspielern des Ensembles wird sie ein Tanztheaterprojekt zu der Frage entwickeln, in welche Bewegungsextreme man eine Choreographie treiben kann, wenn man das Prinzip der Kooperation wortwörtlich nimmt und ins physische Extrem treibt. Zu welchen Momenten der Klarheit findet man? Führt das Prinzip zu Erfolgen - oder zu Misserfolgen? Und nicht zuletzt: Wie schafft man es, angesichts eines gemeinsamen Scheiterns nicht die Hoffnung zu verlieren?

 

Das Tanztheaterprojekt „Lebenshunger – Lust for Life“ ist ein unbedingt sehenswertes Stück voller athletischer Posen und Paarkonstellationen.Brigitte Elsner-Heller, Thurgauer Zeitung/St.Galler Tagblatt, 22.1.2018
Mit seiner Athletik und seinem Witz ist es auch für sich allein ein großartiges Bühnenerlebnis in einer von großen Tanzvorstellungen nicht gerade verwöhnten Region: sehenswert!Johannes Bruggaier, Südkurier, 22.1.2018


AUSSTATTUNG / BÜHNE: Charles CorneilleKOSTÜME: Joachim Steiner, Wies MerkxCHOREOGRAFIE: Wies MerkxDRAMATURGIE: Eivind HauglandMIT: Maartje Pasman, Eléonore Pinet Bodin, Sophia Foltin, Peter Posniak, Mark Christoph Klee, Leander KämpfMUSIK: Lennart Siebers, Guy CorneilleWEITERE: Claudia Schiller, Miriam Dold, Stéphanie Dreher, Steven Draffehn, Henrike Gesa Timm, Inga Scheuvens, Lesanne von Schieszl