22.06.2018

Cyrano de Bergerac


Edmond Rostand


Cyrano de Bergerac, Dichter, Gardeoffizier und Haudegen, scheut in Paris des siebzehnten Jahrhunderts keine Auseinandersetzung. Gewandt in Wort und Degen, entlarvt er die leeren Worthülsen falscher Poeten, die Intrigen und den zügellosen Machtmissbrauch der Aristokraten und fordert die Übeltäter sogleich zum Duell. Wagemutig und mit einem schlagfertigen Vers auf den Lippen, stellt er sich im Kampf allein gegen hundert Mann. Dagegen verlässt ihn der Mut bei seiner schönen Cousine Roxane. Im Geheimen hegt er seit langer Zeit zärtliche Gefühle für sie, fürchtet sich jedoch, ihr seine Liebe zu offenbaren. Grund hierfür ist seine riesige Nase, die Ursache für seine eigene Scham und die Hänseleien der Anderen ist. Doch Roxane ist verliebt in den gutaussehenden, jungen, aber etwas tumben Christian de Neuvillette, der in Cyranos Garde dient. Cyrano, für seine eigene Liebe keine Hoffnung sehend, unterstützt Christian in der Werbung um die Angebetete und leiht ihm seine Worte und Verse. So schreibt er in dessen Namen Liebesbriefe an sie, in denen er seine wahren Gefühle ausdrücken kann. Tief berührt von den Briefen gesteht Roxane Christian, dass sie ihn jetzt nicht mehr wegen seiner „äußeren Hülle", sondern wegen seines inneren Wesens liebt. Doch dann bricht der Krieg aus.

Edmond Rostands Liebesgeschichte feiert die Macht der Liebe und Poesie und zeigt einmal mehr, dass „man nur mit dem Herzen gut sieht. Denn das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar." (Antoine de
Saint-Exupéry)