27.10.2017 | Werkstatt | 1:15H ohne Pause | Altersempfehlung 14+

Gestern ist auch noch ein Tag


Kirsten Stina Michelsdatter
Uraufführung


Seit 1300 Jahren gibt es in der deutschen Sprache das Wort Trost. Trost hilft uns dabei, seelischen und körperlichen Schmerz zu ertragen. Trost wird von einem Menschen gespendet. Der Mensch muss sich aber auch trösten lassen wollen. Kirsten Stina Michelsdatter beschreibt in ihrem Stück Gestern ist auch noch ein Tag die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Dabei verwebt sie das Alltägliche mit der Katastrophe. Erinnernd und konfrontiert mit den eigenen Vorstellungen, die eine jede der beiden unterschiedlichen Frauen von sich als Kind und Erwachsene hat, nähern sich an einem Nachmittag, der langsam Abend wird, die Leben an. Die Tochter ist auch Mutter, die Mutter selber ein Kind. Alles kehrt wieder, verkehrt sich. Aus Vorwürfen werden Lebensbeschreibungen und rätselhafte Gedankenspiele, die eine vertraute Gestalt haben. Es handelt sich um eine Art Herbstsonate, einen Mutter-Tochter-Dialog vor dem Hintergrund zweier Leben, die Mitte sechzig und Ende achtzig sind. Mutter und Tochterhatten sich über Jahre aus den Augen verloren. Da das bei Müttern und Töchtern kein natürlicher Vorgang, sondern ein gewollter Zustand von mindestens einer der Beiden ist, gerät die späte Wiederbegegnung zu einer Tortur. Nach Schwarz ohne Zucker ist Gestern ist auch noch ein Tag das neue Stück der in Berlin lebenden Autorin Kirsten Stina Michelsdatter. Der Text feiert seine Uraufführung am Theater Konstanz und wurde eigens für die beiden Darstellerinnen geschrieben.

Diese Produktion wird unterstützt von:

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AUSSTATTUNG / BÜHNE: Ana Maria Goncalves NunesKOSTÜME: Ana Maria Goncalves NunesMIT: Hannelore Koch, Irma Münch