15.05.2018 | Werkstatt

Deutschlands unbezahlte Schulden und der Kampf der Überlebenden




Bis heute entzieht sich Deutschland seiner Verantwortung für die  Zerstörungen und Verbrechen während der Besatzung Griechenlands.  Hunderttausende Menschen kamen um oder wurden ermordet, das Land wirtschaftlich völlig ruiniert. Bis heute weigert sich die Bundesrepublik, Reparationszahlungen oder Entschädigungen für die Opfer von Kriegsverbrechen zu zahlen, obwohl das Londoner Schuldenabkommen von 1953 den Moment der deutschen Wiedervereinigung klar als Ende des Zahlungsmoratoriums definiert. Argyris Sfountouris  ist knapp vier, als deutsche Soldaten am 10. Juni 1944 sein Heimatdorf Distomo überfallen. Sie ermorden 216 Menschen, darunter seine Eltern. Argyris überlebt wie durch ein Wunder. Er wächst in einem Kinderdorf in der Schweiz auf, wird Lehrer, Entwicklungshelfer, Übersetzer und Autor. Gemeinsam mit den Bewohnern von Distomo hat er vor mehr als 20 Jahren die Bundesrepublik herausgefordert. Bis heute kämpft er um Entschädigung und offizielle Anerkennung des Massakers als Kriegsverbrechen. Argyris Sfountouris berichtet von seinem Kampf um Gerechtigkeit. Autor Patric Seibel liest Auszüge aus Sfountouris´ Biografie.

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