02.02.2019

Gerron


Figurentheater und Schauspiel nach dem Roman von Charles Lewinsky
Uraufführung
REGIE: Annette Gleichmann


In Charles Lewinksys düsterem, weitgehend auf Tatsachen beruhendem Porträt des Künstlers Kurt Gerron, stellt sich die Frage der Moral, die zum Kräfte zehrenden Kampf mit sich selbst führt. Am Theater Konstanz wird nun die Geschichte Gerrons mit Schauspieler*innen und Puppen neu belebt.

Kurt Gerron, der ehemalige Frontkämpfer des Ersten Weltkriegs und Filmstar der Zwischenkriegszeit, ist im nationalsozialistischen System nur noch Jude. Als er im Frühjahr 1944 in das Ghetto Theresienstadt deportiert wird, sind seine Eltern bereits in Sobibor ermordet worden. Dort bekommt er den Auftrag, einen Film zu drehen, der das erniedrigende Dasein der Juden als Paradies schildern soll. Trotz des bevorstehenden Kriegsendes und seiner Gewissensbisse entscheidet er sich, den Film zu machen. Das Leben von vielen hängt jetzt von ihm ab: denn solange sie drehen, gibt es für die Darsteller*innen keine Deportation.

MUSIKALISCHE LEITUNG: Andreas KohlAUSSTATTUNG / BÜHNE: Ira Hausmann, Janna SkoobolinKOSTÜME: Ira Hausmann, Janna SkobolinDRAMATURGIE: Miriam Fehlker, Dorothea JüttnerMIT: Magdalene Schaefer, Peter Posniak, Sebastian FortakWEITERE: Miriam Dold, Hannah Albrecht, Annika Stross, Dennis von der Bey