22.06.2019 | Stadttheater | 1:20h ohne Pause

Die Vögel


Komödie von Aristophanes
REGIE: Ingo Putz


Eine brandaktuelle Politsatire über populistische Beeinflussung unbedarfter Massen zum Schaden ihrer selbst - das ist Die Vögel. Wiedehopf, Nachtigall, Schleiereule, Perlhuhn, Spottdrossel und Co versus Zeus, Poseidon, Aphrodite und den Rest der Bande!

Auf ihrer Flucht aus der Stadt landen die beiden Athener Peisthetairos und Euelpides im Palast des Vogelkönigs. Sie werden dort mit dem Tode bedroht und können sich nur mit der Behauptung retten, sie seien selber Vögel, die sich allerdings in der Mauser befänden und daher ohne Federkleid. Sie raten dem König Wiedehopf, eine Stadt zwischen Himmel und Erde zu bauen, um so den Austausch zwischen Menschen und Göttern zu kontrollieren. Die durch die heimlich errichtete Stadt Wolkenkuckucksheim tatsächlich blockierten und ausgehungerten Götter schicken eine Verhandlungsdelegation. Die Lage eskaliert immer weiter - 12 Hühner werden am Bratspieß hingerichtet - und Peistheatairos nutzt die Situation, um selber die Macht über Wolkenkuckucksheim und damit über die Welt zu erlangen.

Mit seiner kritischen Haltung und seinem beißenden Spott gilt Aristophanes als einer der bedeutendste Komödienschreiber der Antike und darüber hinaus.

Unter dem Motto: „Bühne kapern!" spielen Jugendliche aus der Stadt Konstanz zusammen mit Schauspieler*innen des Ensembles unter professioneller Leitung auf der großen Bühne!

Ein Stück weit ist die Besetzung der Vögel mit Jugendlichen auch als Anspielung auf die zunehmende Kritik dieser Generationen an bestehenden gesellschaftlichen Systemen aufzufassen. Sie sind jung, wild und klug und tragen ihre Argumente gekonnt vor. So auch die Nachtigall im Stück, die mit ihrer raumerfüllenden Stimme in einigen Gesangseinlagen das Publikum mitreißt.
… Sylvana Schneider und Sepp Klein geben dabei alles und haben sichtlich Spaß daran, so hemmungslos verbal wie in Aussehen und Verhalten über die Stränge zu schlagen. Ihre Performance elektrisiert und lässt definitiv kein Auge lachtränen-trocken.
Franziska Spanner, Seemoz, 9.7.19
Sylvana Schneider und Sepp Klein, die Athener mit den unaussprechlichen Namen, strotzen vor Energie. Ihr leidenschaftliches und verkleidungsmunteres Spiel macht Spaß, der über den Bühnengraben in den Zuschauerraum fliegt.
…Und dann noch die flirrend-flatterhafte Vogelschar – ein Fest des Sehens, Hörens und Staunens. Passend dazu die Bühne mit dem gestörten Idyll Bällebad plus schillernde Kostüme (Marie Labsch). Eine imponierende Gemeinschaftsleistung.
Siegmund Kopitzki, Südkurier, 24.6.2019

NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN


AUSSTATTUNG / BÜHNE: Marie LabschKOSTÜME: Marie LabschCHOREOGRAFIE: Zenta HaerterDRAMATURGIE: Eivind HauglandMIT: Sylvana Schneider, Sepp Klein, Lukas Mühlhofer, Anisa Özsatamz, Sam Morris, Helena Warth, Noemi Matkovic-Torrecillas, Franziska Böttcher, Ida Göntner, Pauline Stipani, Karla Rees, Emma Rees, Mila Baur, Una Anderson, Samuel Garhofer, Lasse Hinrichsen, Jakob Holupirek, Alexander RuppMUSIK: Alexander FuchsWEITERE: Tanja Jäckel, Nicole Greue, Ali Demir, Klara Steiger, Bernd Oßwald, Annika Stross, Andree Kruse, Silke Schneider