23.11.2018 | Stadttheater | 1:45h ohne Pause

Ewig jung


Musikalische Komödie von Erik Gedeon
REGIE: Tim Kramer


Konstanz im Jahr 2068. Die Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles sind in die Jahre gekommen. Das Theater dient als Seniorenheim und die Bühne ist der Gemeinschaftsraum. Doch wenn die Altenpflegerin ihre Runde gemacht hat, dann werden die Bretter, die einst die Welt bedeuteten, wieder gerockt. Ob knackiger Rock'n'Roll, dramatische Ballade oder Klassiker wie "I will survive". Die Senioren erwecken sie zu neuem Leben. Denn trotz Gebrechen wissen die junggebliebenen Alten: Sie sind Born to be wild und nur einmal Forever Young.

Bestens gecovert sind die Songs aus der Rock’n’Roll-Zeit (musikalische Leitung Tobias Schwencke). Die Live-Band mit Keyboard (Rudolf Hartmann), Gitarre (Stefan Gansewig/Wolfgang Kehle), Bass (Arpi Ketterl) und Schlagzeug (Frank Denzinger) liefert in Glitzer-Jacketts authentischen Sound, und die Schauspieler entpuppen sich als grandiose Schlagersänger mit durchaus tragfähigen Stimmen – großes Lob an den Vocal Coach Darja Godec. Besonders in Simon & Garfunkels „Scarborough Fair“ begeistern die kreativen Improvisationen mit Didgeridoo, Stimmen-Imitationen von Papageien-Kreischen und Affen-Kickern. Oder das „Born to be wild“, gesungen mit Sonnenbrillen im Disco-Licht, ausgestattet mit Rollstuhl-Akrobatik und Fahnen schwenkender Alten.Veronika Pantel, Südkurier, 27.11.2018
Schwarzer Humor und Selbstironie sind die Grundfesten der Komödie «Ewig jung» auf der Konstanzer Bühne.
…Denn wir schreiben das Jahr 2068, das Theater ist zum Pflegeheim geworden, in dem Schwester Lydia (Lydia Roscher) für sich genommen schon alles an Sarkasmus transportiert, was Autor Erik Gedeon mit seiner musikalischen Komödie «Ewig jung» so aufbietet.
…Da ist es schon ein Glück, dass das Seniorenheim diese Band zu bieten hat (musikalische Leitung: Tobias Schwencke) – und die Greisinnen und Greise nicht nur ihr Handwerk im Schauspiel verstehen, sondern auch noch eine innige Beziehung zur Musik haben.
…Wilder Stimmungshöhepunkt ist «Born To Be Wild» der Band Steppenwolf, ein Song, der einst das Road-Movie «Easy Rider» mit seinen Helden in die Welt trug. In Ermangelung einer Harley greift Herr Biermann auf seinen Rollstuhl zurück, und dann geht es mit den Herren Rohde und Jung direkt ins Paradies. Ja, ungefähr so könnte man sich das mit dem Alter vorstellen.
Brigitte Elsner-Heller, Thurgauer Zeitung/St.Galler Tagblatt, 27.11.2018
Vom Solo (hervorragend auch Lydia Roscher als Operndiva mit rabenschwarzen Texten) über leidenschaftliche Duette bis hin zum holprigen Tänzchen, die Show nimmt ihren Lauf und die Handlung, die eigentlich gar keine ist, lebt von gut platzierten Kalauern, schwarzem Humor und einer satten Portion Selbstironie. Der Funke springt über – von „Born To Be Wild“ bis „Barbie Girl“, „Forever Young bis „Sex Bomb“ – ein Riesenspaß kurz vor der „La Ola Welle“ seitens des Publikums. Auch die Musiker überzeugten rundum. …Nicht zuletzt sollte man sich Frank Denzinger am Schlagzeug merken. Der richtige Sound am richtigen Ort. Alles in allem eine fulminante Party, genau das richtige Mittel gegen den Winterblues!Tina Fischer-Bergmann, QLT Online, 27.11.18

NÄCHSTE VERANSTALTUNGEN


MUSIKALISCHE LEITUNG: Tobias SchwenckeAUSSTATTUNG / BÜHNE: Gernot SommerfeldKOSTÜME: Gernot SommerfeldDRAMATURGIE: Miriam FehlkerMIT: Lydia Roscher, Anne Simmering, Katrin Huke, André Rohde, Thomas Fritz Jung, Ingo Biermann MUSIK: Wolfgang Kehle, Stefan Gansewig, Frank Denzinger, Rudolf Hartmann, Arpi KetterlWEITERE: Miriam Dold, Bernd Oßwald, Nussaiba Awad, Darja Godec, Annika Stross, Andree Kruse, Dorothea Kaufmann