29.02.2020 | Werkstatt | 1:10 h ohne Pause

Jacke wie Hose


Ein Theatermonolog von Manfred Karge


Eine Frau spielt einen Mann, und zwar ihren eigenen - aus nackter Not, um zu überleben. Diese Frau erlebt als ihr eigener Mann die Weimarer Republik, den Zweiten Weltkrieg, die Nachkriegszeit, die Teilung Deutschland, den Mauerfall - sie erlebt die Zerrissenheiten Deutschlands buchstäblich am eigenen Leib. Was wird aus ihr, aus ihrer Liebe, ihren Hoffnungen und Sehnsüchten?

Anne Simmering spielt und singt und fragt sich, was all das mit unserer überforderten, zerrissenen, sehnsüchtigen Welt heute zu tun hat.

Die Füße in den Grund stemmen und mit diesem grandiosen Text von Manfred Karge aktuelle Fragen neu und ganz anders stellen, und gleichzeitig einen schillernden, aufregenden Theaterabend mit Musik erleben - das ist JACKE WIE HOSE.

Gespielt, gesungen und bearbeitet von Anne Simmering.

Lutz Mittendrin, Folge 36: Bäng. Bäng. Bäng. Was geht?

Also Anne Simmering treffen im Wessenberg-Café, hinten in der letzten Ecke. „Ich halte Ihnen mein Aufnahmegerät direkt vor Sie hin, es ist doch etwas lauter hier als ich dachte." Na und? Schließlich hat sie Power. Steht auf, geht an den größeren Tisch rüber und bittet die Gäste, etwas leiser zu sprechen, wir würden gerne ein Interview machen. Na und? Wirkt. Alle bleiben freundlich und der Gesprächsfetzen-Sound schwillt ab. Der - zugegeben leicht älter gewordene Journalist - grinst sich eins. Geht doch. Man muss nur ein bisschen Traute haben... Den ganzen Text finden Sie hier.

Anne Simmering und der Pianist Andreas Kohl machen aus dem Ein-Personen-Stück „Jacke wie Hose“ von Manfred Karge beeindruckendes musikalisches Theater.
…In der Bearbeitung von Anne Simmering hat die Schauspielerin gemeinsam mit dem Musiker Andreas Kohl eine Wahrheit herausdestilliert, die über die Bedingungen des Menschseins in einer zerrissenen Welt nachdenken lässt.
…Das war ein Abend mit zwei Kunstschaffenden, die allen im Leben Umherirrenden eine eindrucksvolle Stimme verliehen haben.
Maria Schorpp, Südkurier, 3.3.20