08.11.2019

Die Tage der Commune


Schauspiel nach Bertolt Brecht


Paris, Frühjahr 1871. Der Deutsch-Französische Krieg ist zu Ende, und die von der Regierung bewaffneten Proletarier der Nationalgarde weigern sich, die Waffen abzugeben. Stattdessen reißen sie die Macht an sich und proklamieren die Kommune. Während der französische Abgeordnete Adolphe Thiers und Otto von Bismarck sich über den Niederschlag des Aufstands beratschlagen, spannt sich zwischen dem Kommunarden Jean und Babette eine neue Liebe. Madame Cabet kümmert sich derweil darum, die Familie zusammenzuhalten und zu ernähren. Zwischen den Straßenschlachten und den politischen Debatten im Rathaus sind es die alltäglichen Kämpfe, Freuden und Sorgen des kleinen Mannes, die im Mittelpunkt stehen.

Das Stück, das Brecht aus historischen Zitaten zusammensetzte, zeigt, wie Einzelschicksale von den großen politischen Ereignissen durchdrungen werden. Der Aufstand, der insgesamt dreiundsiebzig Tage dauerte, scheiterte letztendlich nicht an seiner Kraft, sondern an einem Mangel von Organisation und Zusammenhalt. So beginnt das Stück als Räuberpistole und endet als Trauerlied über eine gescheiterte Utopie. Am Ende ist es nur der Apfelbaum, der blüht.

MUSIKALISCHE LEITUNG: Torsten KnollAUSSTATTUNG / BÜHNE: Nicolaus-Johannes HeyseKOSTÜME: Jenny SchallDRAMATURGIE: Franzsika BolliMIT: Renate Winkler, Sarah Siri Lee König, Jana Alexia Rödiger, Dan Glazer, Thomas Fritz Jung, Peter Posniak, Arlen Konietz, Sebastian Haase, Ralf Beckord, Axel Julius FündelingWEITERE: Bernd Oßwald, Nicole Greue, Alvaro Nogales Gómez-Imaz, Klara Steiger, Lela Pauline Mader, Andree Kruse