24.11.2019 | Stadttheater | 1 Stunde ohne Pause | Altersempfehlung 6+

Die Bremer Stadtmusikanten


Stück für Groß und Klein mit Musik von Frédéric Bolli, Bühnenfassung von Christoph Nix
Uraufführung
REGIE: Michael Bleiziffer


Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn - das passt doch nicht zusammen! Nie und nimmer! Eines aber haben sie gemeinsam: Sie sind von ihren Besitzerinnen und Besitzern nicht mehr gewollt. Um dem Schlimmsten zu entgehen, hauen sie von Zuhause ab und tun sich zusammen: eine ungleiche Gruppe mit dem Ziel, in Bremen als Straßenmusikanten ihr Glück zu suchen.

Doch der Weg ist weit und bald wird es dunkel. Plötzlich entdecken die vier im Wald ein Haus. Drinnen sieht es warm und gemütlich aus - das könnte eine neue Heimat werden! Auch wenn das noch nicht Bremen ist. Aber das Haus ist von vier Räubern bewohnt und die sehen nicht so aus, als würden sie freiwillig Platz machen. Jetzt müssen sich die vier was einfallen lassen.

Auch nach über 200 Jahren gehört das Grimm'sche Märchen über Außenseiter, die sich zusammen tun zu den wundervollsten und tröstlichsten seiner Art - eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die Macht der Musik.

Theaterintendant Prof. Christoph Nix hat persönlich das Märchen in die aktuelle Zeit versetzt, Regisseur Michael Bleiziffer hat mit den Schauspielern Claudia Knupfer, Sevenja Koch, Jürgen Bierfreund, Jonas Pätzold, Tomasz Robak, André Rohde und Florian Rummel und einem erstklassigen musikalischen Quartett eine herrliche Revue über Freundschaft gemacht, die auch zur Premiere mit viel Applaus honoriert wurde.Oliver Fiedler, Singener Wochenblatt, 4.12.19
Die Inszenierung von Michael Bleiziffer lebt vom fröhlich agierenden Ensemble, das sich auch der live gespielten Musik des Thurgauers Frédéric Bolli gesanglich annimmt. Mit viel Liebe zum Detail punkten die Kostüme, und die Bühne beeindruckt durch die projizierten Prospekte, deren grafische Übermalung von Fotos künstlerische Qualität zeigen (Bühne: Bozena Szlachta).
…So kann man sich Märchen doch gefallen lassen.
Brigitte Elsner-Heller, Thurgauer Zeitung, 26.11.19
Regisseur Michael Bleiziffer inszeniert das bewusst naiv mit grauen Eselsohren und weißen Katzenpfoten. Der Hund ist bei ihm ein echter Rabauke, der Hahn ein rechter Gockel, die Katze eine wahre Zicke: Das alles könnte in seiner Klischeehaftigkeit störend sein, wenn dabei nicht stets ein selbstironischer Zug erkennbar wäre. Für Kinder zeigt sich dieser in Anspielungen auf Janosch… Erwachsene erfreuen sich derweil an Songanleihen…
Ein Quartett am rechten Bühnenrand verleiht der Tour Richtung Norden unter der Leitung von Frédéric Bolli mit zirzensisch-volkstümlich anmutender Musik einen Revue-Charakter.
Diese Vorstellung kann man mit seinen Kindern guten Gewissens besuchen.
Johannes Bruggaier, Südkurier, 26.11.19

MUSIKALISCHE LEITUNG: Frédéric BolliAUSSTATTUNG / BÜHNE: Bozena SzlachtaKOSTÜME: Uschi HaugDRAMATURGIE: Martin StefkeMIT: Svenja Koch, Claudia Knupfer, Anabel Roschmann, André Rohde, Florian Rummel, Jonas Pätzold, Jürgen Bierfreund, Tomasz Robak, Jeditha Edmaier, Julian Kratzer, Gregor MüllerMUSIK: Christiane Kegelmann-Brooke, Jörg Walesch, Barbara Wernigk-Koch, Barbara Weisser, Alexander Hanßmann, Karl-Friedrich Wentzel, Luise Baumgartl, Benjamin Engel, Carlo SchöbWEITERE: Claudia Schiller, Lorenz Leander Haas, Ali Demir, Chloé Charlotte Simone Schöneck, Annika Stross, Lela Mader, Andree Kruse