22.02.2020 | Werkstatt | 1:50h inkl. einer Pause

Kurz vor Kuss


Ein melancholustiger Liederabend an 88 Tasten von und mit Jonas Pätzold


Ein Kuss kann der Anfang einer Beziehung sein. Oder das Ende einer Freundschaft. Doch was, wenn man sich nie traut und es immer kurz vor Kuss bleibt? Oder wenn man es wagt und der Kuss plötzlich zu gemeinsamen Möbeln und Kindern führt, ohne dass man wirklich darauf vorbereitet war? Und was, wenn man merkt, dass das gerade der letzte Kuss war? Oder noch schlimmer: wenn man es nicht einmal gemerkt hat? Ein Liederabend für alle, die ihr Herz verloren haben - und die, die es noch loswerden wollen.

Im Rahmen seines melancholistischen Liederabends gereicht er eigentlich mehr zu einer besonderen Art Amor, der wortgewandt und pointenreich seine Pfeile abschießt, die Lachmuskeln der Zuschauer kitzelt und zielsicher in deren Herz trifft. Das Premierenpublikum feierte begeistert das Soloprogramm, das zwischen lyrisch-nachdenklichem Liederabend und Musik-Kabarett wechselt, und staunte über die Leistung von Jonas Pätzold, denn er hat Texte und Lieder selbst geschrieben und die Musik dazu komponiert.
…Jonas Pätzold versteht es gekonnt, die Zuschauer in das typische Gefühlschaos einzubeziehen und sie die entsprechende Achterbahnfahrt mitfühlen zu lassen, mal ausgelassen beschwingt, mal urkomisch und dann mit ergreifenden Momenten, die wahlweise ans Herz gehen oder auf den Magen schlagen.
Aurelia Scherrer, Südkurier, 18.1.2020
Das langjährige Ensemblemitglied des Theater Konstanz hat einen fulminanten „Liederabend an 88 Tasten“ auf die Bühne gebracht.
…Pätzolds Lieder sind nicht nur eine Premiere, sie sind Wort- und Notenspiele von höchster Raffinesse. Alle Texte sind auf Deutsch und zwischen Klavierkabarett und Liedermacher-Genre zu verorten. Pätzold beweist, dass er sowohl mit Sprache als auch mit Melodie und Rhythmus jonglieren kann.
…Für seine Authentizität und Feinfühligkeit sowie die musikalische Leistung fliegen ihm die Herzen des Premierenpublikums zu. Manche munkeln schon, dass das ein Kassenschlager im Theater Konstanz wird. Verdient wäre es!
Franziska Spanner, Seemoz, 22.1.20