07.03.2020 | Spiegelhalle

Nix – Zahner – Badawi


Ein Krimiabend mit Musik


Zwei Autoren, zwei druckfrische Bücher: Christoph Nix liest aus Gerd Zahners neuem Goster-Krimi „Keiner verliert allein" und Gerd Zahner aus Christoph Nix‘ im Februar erschienenen Afrika-Krimi „Lomé - Der Aufstand", beide erschienen im Transit Verlag. Musikalisch begleitet wird die Lesung von Mohamed Badawi.

Zahners erster, ebenso außergewöhnlicher wie absurder Goster-Krimi wurde von Didi Danquart verfilmt, der hochgelobte Film wiederum für den Grimme-Preis 2018 nominiert. Nun ermittelt Goster wieder, auch wenn für ihn weder ein roter Faden noch ein Sinn hinter den verstörenden Ereignissen zu erkennen ist. „Keiner verliert allein" - hintergründig, mit schnellen, prägnanten Szenenwechseln, schrägen Beobachtungen und einem sprachmächtigen, wortwitzigen Kommissar.

Nach seinem politischen Kriminalroman „Muzungu", der in Uganda spielt, ist nun Christoph Nix‘ zweiter Krimi „Lomé - Der Aufstand" erschienen, der einen genauen Blick gewährt auf Facetten und Strukturen afrikanischer Macht- und europäischer Außenpolitik und deren Kumpanei mit knallharten wirtschaftlichen Interessen. In Lomé, der Hauptstadt von Togo, wird der deutsche Schauspieler Hans Keuthen bestialisch ermordet. Michael Menz, der viele Theaterprojekte mit ihm in Togo initiiert hat, will herauszufinden, wer hinter der Tat steckt. Dabei gerät Menz immer tiefer in die Struktur des diktatorischen togoischen Regimes, aber auch an Netzwerke französischer Industrieller und deutscher Stiftungen.

Musikalisch begleitet wird die Lesung von Mohamed Badawi, Komponist und Sänger aus dem Sudan. Er spielt, neben Oud, auch eine spezifisch sudanesische Bongo-Variante, die aus drei Trommeln besteht. Die Wurzeln seiner Songs finden sich in Nubien, bei den Beduinen und den Sufis.