Sugar - Manche mögens heiss

von Peter Stone nach dem film von Billy Wilder

Inszenierung:

Premiere, am 13.04.2007, Stadttheater

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Kategorie:  Schauspiel

Die ebenso talentierten wie arbeitslosen jungen Musiker Joe und Jerry müssen eines tages zu ihrem glück gezwungen werden. In Chicago kann eine Anstellung nur finden, wer jung, musikalisch und – weiblich ist: die »Society Syncopators« der geschäftstüchtigen und strengen Impressaria Sweet Sue sind nämlich eine reine Frauen-Combo. Schade. Aber als die beiden schließlich von Gangstern als Zeugen eines Mafiamordes erkannt und verfolgt werden, bleibt nur eine Rettung: verkleidet als Josephine und Daphne heuern sie bei der Damenkapelle an, die sich sogleich auf Tournee begibt – durch Floridas Strandhotels. Doch in der Nähe der allzu attraktiven Sängerin Sugar Kane fällt es den beiden, besonders Josephine, zunehmend schwer, ihre Männlichkeit zu verleugnen. Als sich dann ein älterer, aber noch sehr lebenslustiger Millionär in Daphne verliebt und ihm gar einen Heiratsantrag macht – und schließlich die Mafia (alias »Freunde der italienischen Oper«) ein »Familien«-Treffen in eben dem Hotel veranstaltet, in dem die beiden Neu-»Frauen« musizieren – ist für Komödienpotenzial mehr als gesorgt. Billy Wilder, 1906 bei Krakau geboren, begann seine Karriere als Journalist und Drehbuchautor in Wien und Berlin und emigrierte schließlich, als Jude von den Nazis verfolgt, nach Amerika. Dort wurde er einer der wichtigsten Regisseure des Hollywood-Kinos. Er starb 2002. Einer seiner Wahlsprüche lautete: »Grab ’em by the throat and never let ’em go!« – Pack sie an der Gurgel und lass sie nie mehr los! Und so gepackt – und vor Vergnügen geschüttelt – hielt er sein Publikum über Jahrzehnte mit vielen namhaften Filmen. Der Streifen Some like it hot von 1958 mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon gilt als einer der Höhepunkte seines Schaffens. Im Stadttheater ist im Frühjahr 2007 die temporeiche Bühnenfassung mit viel Musik zu sehen.

Presserezensionen

16.04.2007, Schwäbische Zeitung
16.02.2007, Südkurier