Nach einer Erzählung von Herman Melville
Premiere
Ein älterer Notar berichtet als Icherzähler von einem seiner Schreiber namens Bartleby, den er eines Tages in sein von Hochhäusern umstelltes lichtloses Büro in der Wall Street aufnimmt. Bartleby beginnt seine Tätigkeit mit stillem Fleiß und einsiedlerischer Ausdauer. Er kopiert unermüdlich Verträge, lehnt aber zur Überraschung seines Arbeitgebers schon bald jede andere Tätigkeit mit den Worten ab: "Ich möchte lieber nicht", (I would prefer not to). Bald weigert er sich sogar, Verträge zu kopieren, wohnt aber inzwischen in dem Büro - höflich, freudlos, ohne Freunde und fast ohne zu essen. Der Notar kann oder will ihn nicht gewaltsam aus dem Büro entfernen lassen und auch eine großzügige Abfindung interessiert Bartleby nicht. Wegen eines unerklärlichen Einverständnisses mit Bartleby sieht sich der Notar am Ende gezwungen, selbst aus dem Büro auszuziehen, statt Bartleby vor die Tür zu setzen. Seine Nachmieter - weniger verständnisvoll - lassen Bartleby bald durch die Polizei abführen und in das Gefängnis The Tombs bringen. Dort verweigert Bartleby sowohl alle Kommunikation und auch alle Nahrung.
Der Regisseur Markus Bauer hat Bartleby für die Bühne eingerichtet. Seine Inszenierung feierte im Oktober zum Auftakt der Reihe DOCK 22/30 Premiere. Ab November ist die erfolgreiche Produktion im Spielplan zu sehen.
Vorstellungen 07/12/07 um 20 Uhr
Late-Night-Vorstellungen am 23/11/07 und am 15/12/07 um 22.30 Uhr
im Stadttheaterfoyer
Regie: Markus Bauer
Ausstattung: Friedrich Ludmann
Presserezensionen
12.12.2007, Südkurier