Buchtipp 01

Empfehlung von Intendantin Karin Becker

Ausnahme/Zustand von Carsten Brosda

Intendantin Karin Becker empfiehlt das neue Buch von Carsten Brosda: „Ausnahme/Zustand“. Für sie ein Buch, das die richtigen Fragen in der Pandemie stellt. „Das Buch geht klug der Frage nach, ob aus der aktuellen Pandemie auch Maßnahmen für die Zukunft hervorgehen können und wir nicht nur auf tagesaktuelle Geschehnisse reagieren.“, so Karin Becker. „Bemerkenswert ist auch, dass Brosda die Politik dazu aufruft Lust auf Gestaltung zu haben.“

Corona, und nun?

Das Coronavirus hat unsere Welt ins Wanken gebracht. Wird es unserer Gesellschaft gelingen, sich von dem Schock zu erholen und zu vermeiden, dass die Ausnahme zum andauernden Zustand wird? Wir stehen vor wichtigen Debatten über die Verletzlichkeit unseres Seins, den Wert gesellschaftlicher Solidarität, den öffentlichen Raum, den Wert wissenschaftlichen Denkens, die Logik des Kapitalismus und die Rolle des Staates.

Kultursenator Carsten Brosda beschreibt, wie wir unsere Gesellschaft sozial und demokratisch weiterentwickeln können, wenn wir uns diesen Fragen offensiv stellen. Vor uns liegt eine Zeit, die nach politischer Gestaltungslust verlangt. So können wir sie angehen.

Neuer Präsident des Dt. Bühnenvereins

Bei der Jahreshauptversammlung 2020 des Deutschen Bühnenvereins wurde Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, zum Nachfolger von Ulrich Khuon in das Amt des Bühnenvereinspräsidenten gewählt. In den nächsten Jahren möchte Carsten Brosda ein stärkeres Bewusstsein für die gesellschaftliche Notwendigkeit von Theatern und Orchestern schaffen und sie vermehrt ins Zentrum kulturpolitischer Aufmerksamkeit rücken. „Kulturorte sind Orte der Sinnsuche und der Erkenntnis und deswegen gerade in Zeiten wie diesen wichtig für unsere freie, offene und demokratische Gesellschaft. Theater und Orchester sind Kristallisationspunkte für unsere gesellschaftlichen Diskurse. Diese für uns so elementaren Orte geraten derzeit durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in besonderer Weise unter Druck. Es wird eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre sein, sie zu bewahren und ihre gesellschaftliche Bedeutung zu festigen.

Foto: Bertold Fabricius
(Erstellt am 25. November 2020)
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