8. bis 10. Juli 2022

LET ´S ALLY – Queer

LET’S ALLY sucht nach Utopien, nach Visionen, nach einem solidarischen Miteinander – in Kunst und Diskurs. LET’S ALLY ist Programm: Wir wollen uns gegenseitig inspirieren, miteinander auseinandersetzen und in jedem Fall verbünden. 
Die queere Ausgabe des diesjährigen LET’S ALLY Festivalwochenendes findet am Wochenende des CSD Konstanz & Kreuzlingen (08. – 10. Juli) und in Kooperation mit dem CSD am SEE statt. Neben Eigenproduktionen und Gastspielen erwartet euch rund um das Festivalzentrum in der Spiegelhalle ein vielschichtiges Programm. Geöffnet hat das Festivalzentrum immer ab einer Stunde vor Veranstaltungsbeginn und lädt zum Austausch, Kennenlernen und Sommer genießen ein.

In Kooperation mit dem CSD am SEE

 

Samstag, 9. Juli

ab 11:00 | Bärenplatz (CH)
Christopher Street Day | Eintritt frei
CSD am SEE


16:00 | Spiegelhalle 
Diskurs | Eintritt frei
Erzählcafé
Einblicke in queere Biographien


17:30 | Foyer Spiegelhalle
Ausstellungsführung | Eintritt frei
Raum für…! Unboxing Heteronormativität
Ein begehbares Plädoyer für die Vielfalt


Ab 19:00 | Foyer Spiegelhalle
Party | Eintritt frei
Celebrating Allyship
Programm, Musik & Drinks


Ab 21:00 | P-Club, Hussenstr. 4 
Party | VVK 8 Euro, eventim.de | AK 9 Euro
CSD Party

Freitag, 8. Juli

11:00 | Spiegelhalle | Eigenproduktion

Der fabelhafte Die

von Sergej Gößner

Gerade noch auf großer Festival-Tour bei den internationalen Maifestspielen Wiesbaden, den Theatertagen Mühlheim und beim Festival Schöne Aussicht in Stuttgart – und nun zum letzten Mal in diesem Jahr in Konstanz! „Der fabelhafte Die“ ist für alle Menschen ab 10 Jahren, die sich manchmal fragen: Wer bin ich? Wer will ich sein? Wer darf ich sein? Federleicht und in Reimen erzählt Sergej Gößner vom Vieles- und Anderssein, und macht Mut, sich außerhalb von allzu starren Regeln und Normen auszuprobieren.

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Autor Sergej Gößner und Regisseur Kristo Šagor

Das Stück und die Inszenierung sind im Rahmen von ‚Nah Dran! Neue Stücke für das Kindertheater‘, ein Kooperationsprojekt des Kinder- und Jugendtheaterzentrums der Bundesrepublik Deutschland und des Deutschen Literaturfonds e.V. mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert worden.

Regie Kristo Šagor Bühne & Kostüm Iris Kraft Musik Felix Rösch Dramaturgie Romana Lautner Mit Katrin Huke, Julian Mantaj, Jonas Pätzold

Tickets

18:00 | Foyer Spiegelhalle | Vernissage & Führung | Eintritt frei

Raum für…! Unboxing Heteronormativität

Ein begehbares Plädoyer für die Vielfalt

Studierende der HTWG und Universität Konstanz stellen in subversiven, telefonzellengroßen Alltagsminiaturen Denkgewohnheiten in Frage. Die Boxen machen beispielhaft zum Erlebnis, wie Normen und Strukturen unsere geschlechtliche Identität, unsere Sexualität und unsere Alltagspraxis einschränken oder ermöglichen. Zu sehen sind 5 von 9 Boxen, ergänzt um ein Hörangebot sowie Information in einfacher Sprache und die App „Unboxing by Phone" für mehr Barrierefreiheit.

Im Anschluss an die Vernissage führt Nico Münz durch die Ausstellung. 

Eine Kooperation mit

20:00 | Spiegelhalle | Gastspiel

Feygele

von und mit Tobias Herzberg

Foto: Esra Rotthoff

Feygele (Yiddish):
1. A man who is (or who is thought to be) homosexual.
2. A little bird.
In „Feygele“ geht es um jüdische Identität aus einer queeren Perspektive – um Begehren, Ausgrenzung, um schwules Stigma und um Selbstbestimmung. In seiner Solo-Performance spielt Tobias Herzberg auf der Klaviatur des sexuellen Eskapismus und kratzt am heiligen Bund von Sex und Schuld. Mit einer großen Geste streift er sämtliche Labels von sich: schwul, jüdisch, deutsch, romantisch, nymphoman und unbeschnitten. Eine kämpferische Hymne auf die Perversen und Gefährdeten dieser und aller möglichen Welten.

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Tobias Herzberg

Kostüme Marcus Karkhof Dramaturgie Dustin Hofmann, Sasha Marianna Salzmann Produktion / Tour Management Felix Scharr

Eine Produktion von Tobias Herzberg mit dem Studio Я / Maxim Gorki Theater Berlin, freundlich unterstützt vom Schauspielhaus Zürich.

Tickets

Samstag, 9. Juli

ab 11:00 | Bärenplatz (CH) | Christopher Street Day | Eintritt frei

CSD am SEE

Die Christopher-Street-Day-Demo beginnt ab 11:00 Uhr mit dem Aufstellen und startet um 12:00 Uhr vom Bärenplatz Kreuzlingen (CH) zum Stadtgarten Konstanz (D). Seid in euren schönsten Outfits dabei, verbündet euch miteinander und lasst uns gemeinsam für eine diverse und menschenfreundliche Gesellschaft eintreten. Getreu dem diesjährigen Motto: Menschenrechte gibt es nur mit Vielfalt!
Ab 13:00 finden im Stadtgarten Konstanz PolitTalks, musikalische Beiträge und ein Picknick statt.
Weitere Infos zur Demo-Route und zum Programm findet ihr unter CSD AM SEE – CSD KONSTANZ + KREUZLINGEN.

16:00 | Spiegelhalle | Diskurs | Eintritt frei

Erzählcafé

Einblicke in queere Biographien

Das Erzählcafé öffnet sich allen interessierten Menschen und schafft die Möglichkeit eines geschützten Raums für niedrigschwelligen Input und persönliche Fragen zum Queersein. Mehrere Personen geben auf einem Podium Einblicke in ihre Biographien und zeigen unterschiedliche Perspektiven zum Thema auf. Das Erzählcafé lädt aber vor allem zum Austausch ein: in einer moderierten Gesprächsrunde kann das Publikum Fragen stellen und auch eigene Geschichten teilen.
Moderation Né Fink

17:30 | Foyer Spiegelhalle | Ausstellungsführung | Eintritt frei

Raum für…! Unboxing Heteronormativität

Ein begehbares Plädoyer für die Vielfalt
Führung durch die Installation und Einblicke in den Entstehungsprozess.
Führung Nico Münz

Ab 19:00 | Foyer Spiegelhalle | Party | Eintritt frei

Celebrating Allyship

Programm, Musik & Drinks
Gemeinsam stimmen wir uns auf die CSD-Party im P-Club ein  – getreu dem Motto: Celebrating Allyship. Wir haben Schminke, Musik & Drinks für euch parat. Nennt es aufwärmen, abhotten oder vorglühen – Hauptsache heiß! Highlight des Abends wird eine kleine Konzertshow unserer theatereigenen „Diamonds“!

Ab 21:00 | P-Club, Hussenstr. 4 | Party

CSD Party

DJ Chris legt Musik aus den 80ern, 90er, & 2000ern auf. Weitere Infos findet ihr auf CSD AM SEE – CSD KONSTANZ + KREUZLINGEN

VVK 8 Euro, eventim.de
AK 9 €

Sonntag, 10. Juli

11:00 | Zebra Kino | Film-Matinee

Von der Rolle: LA PREMIÈRE MARCHE

Um 11:00 starten wir mit dem Kater*Katzen-Frühstück, damit ihr nach der durchtanzten CSD-Partynacht wieder auf die Beine kommt.
Kooperation mit dem Heimathafen

Auf Spendenbasis

Um 12:00 startet der Film LA PREMIÈRE MARCHE: Vier Studierende beschließen zum 50-jährigen Pride-Jubiläum einen Pride-March durch die Pariser Vorstadt, das Arbeiterviertel Saint-Denis zu veranstalten. Ein Viertel, in dem Queerfeindlichkeit weiterhin als „normal“ gilt. Mit solidarischer Hilfe von außen und der Auseinandersetzung und dem Aktivismus vor Ort werden nach und nach Stereotype der Queeren Community und Stigmatisierung der Menschen im eigenen Viertel aufgebrochen. Der Dokumentarfilm zeigt die teilweise mühsamen Etappen vom ersten Treffen bis zur erfolgreichen Parade – ein charmanter Film, der Hoffnung für eine gemeinschaftliche Zukunft stiftet.

FRA 2020 | 70 Min. | Französische Originalversion mit englischen Untertiteln

Regie Hakim Atoui, Baptiste Etchegaray Mit Youssef, Yanis, Annabelle u.a.
Kooperation mit dem CSD am SEE, Zebra Kino & Heimathafen

8 Euro / Erm. 6 Euro, Tickets unter queergestreift.com

Ab 15:00 | Spiegelhalle | Event | Eintritt frei

Queeres Speed-Dating

Du hast Lust queere Menschen kennenzulernen? Weißt aber nicht, wo in Konstanz? Wir schaffen einen queeren Dating- und Kennenlernspot! Egal ob Freundschaft, Flirt oder große Liebe, kommt zu unserem ersten Queeren Speed-Dating-Event vor der Spiegelhalle und lernt in lockerer Atmosphäre Menschen aus Konstanz und der Region kennen. Und wenn es gefunkt hat, erwartet euch der „Caravan of Love“!

Startzeiten: 15:00 Uhr | 15:30 Uhr | 16:00 Uhr | 16:30 Uhr

Anmeldung erwünscht: theater@konstanz.de

17:00 | Foyer Spiegelhalle | Ausstellungsführung | Eintritt frei

Raum für…! Unboxing Heteronormativität

Ein begehbares Plädoyer für die Vielfalt
Führung durch die Installation und Einblicke in den Entstehungsprozess.
Führung Nico Münz

18:00 | Spiegelhalle | Gastspiel Theater Baden-Baden

Ja heißt ja und…

von Carolin Emcke

Foto: Simon Carl Köber

Seit #MeToo reden wir anders über Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt. Aber das Reden fällt immer noch schwer. Gesellschaftliche Gewohnheit, schamvolle Sprachlosigkeit und allgemeines Nicht-Glauben-Können versperren immer wieder den Blick. Friedenspreisträgerin und Publizistin Carolin Emcke verhandelt in dem für die Schaubühne Berlin entstandenem Text „Ja heißt ja und…“  ihre eigenen Erfahrungen und fragt: Welche Bilder und Begriffe prägen unsere Vorstellungen von Lust und Unlust? Wie lässt sich Gewalt entlarven und verhindern? Wie bilden sich die Strukturen und Normen, in die Männer und Frauen und alle dazwischen passen müssen?
Als Frau und Mann, als Cowboy und Cowgirl, als queer und straight, als Täter und Opfer, als Liebende und Geliebte nehmen Regisseurin Susanne Frieling und die Schauspieler*innen Michaela Lenhart und Cyril Hilfiker die Gedanken Carolin Emckes auf und geben ihnen lesend, lachend, streitend und singend neue Gestalt auf der Bühne.

Im Anschluss Publikumsgespräch mit Regisseurin Susanne Frieling und Team

Regie Susanne Frieling Bühne Sebastian Ganz Kostüme Julia Grossmann Dramaturgie Miriam Fehlker Regieassistenz Désirée Ly Inspizienz Michael Steiner Mit Cyril Hilfiker, Michaela Lenhart

Aufführungsrechte S. FISCHER Theater & Medien, Frankfurt am Main

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