11/12/21

SPIEGELHALLE

ABO

Muttersprache Mameloschn

von Sasha Marianna Salzmann

Dauer tba
Regie Abdullah Kenan Karaca Bühne Vincent Mesnaritsch  Kostüm Elke Gattinger
Dramaturgie Meike Sasse

Lin hat den Holocaust überlebt, ist freiwillig in die DDR gegangen, um den neuen, antifaschistischen Staat mit aufzubauen, und ist dort als Sängerin und Vorzeigejüdin berühmt geworden. Ihre Tochter Clara will mit all dem nichts mehr zu tun haben, wendet sich gegen den Kommunismus und das Judentum und will einfach nur Deutsche sein. Rachel, Claras Tochter, ist ganz Kind der Post-Holocaust-Generation und auf der Suche nach ihrem Platz in dieser Familie, in dieser Welt. Was bedeutet es heute Jüdin zu sein? In Deutschland? Sie zieht es nach New York. Denn um herauszufinden, wer sie ist, muss sie erst einmal raus. „Kein Mensch, nur eine Mutter schafft es, dich jederzeit mit einem Halbsatz zu töten.“ Dieses Zitat von Maxi Obexer hat Sasha Marianna Salzmann ihrem Stück „Muttersprache Mameloschn“ vorangestellt. Mit viel Humor erzählt sie darin von drei Generationen: Großmutter, Mutter und Tochter, die nicht mit-, aber auch nicht ohne einander können – einer typischen Familie eben. Denn auch wenn alle drei dieselbe Muttersprache sprechen (Mameloschn ist Jiddisch und heißt wörtlich „Mutterzunge“), bedeutet das noch lange nicht, dass sie sich immer verstehen. „Muttersprache ist eine ewige Fremdsprache. Eine Fremdsprache der Liebe, sicher, aber trotzdem zu endlosen Missverständnissen verdammt.“ (Sasha Marianna Salzmann)

Aufführungen / Termine

Pressestimmen