27/09/20

WERKSTATT

Generation Extinction

Ein immersives Theaterprojekt in der Stadt von Philipp J. Ehmann

Dauer ca. 1:45 Stunden, keine Pause
Regie & Video Philipp J. Ehmann Bühne & Kostüme Andreas L. Mayer
Dramaturgie Hannah Stollmayer
Mit Sarah Siri Lee König, Sabine Martin

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Schlafzimmer: das Bett ist ungemacht, der Kaffee in der Tasse ist noch warm, es läuft Musik, ein Tagebuch liegt herum. Die Bewohnerin ist nirgends aufzufinden – Miriam ist weg. Sie lesen einige Seiten des Buchs und finden heraus, dass Miriam sich für die Natur einsetzt und für den Klimaschutz demonstrieren geht. Sie hat genug von den leeren Versprechungen der Politik. Sie will handeln und sich – und ihrer ganzen Generation – Gehör verschaffen. Doch wie? In dem immersiven Theaterprojekt Generation Extinction sollten Sie sich nicht davor scheuen, Schränke zu durchsuchen oder Briefe zu öffnen, denn nur so können Sie Miriams Beweggründe wirklich erfahren. Sie begeben sich in mehrere installative Räume, in denen Sie immer tiefer in das Leben der jungen Aktivistin eintauchen. Es liegt also an Ihnen, die Geschichte zum Leben zu erwecken.
Die Vorstellung ist nicht barrierefrei. Kein Nacheinlass möglich.


Zum Format
Generation Extinction ist ein immersives Theaterprojekt – Immersion meint am Theater das Eintauchen in eine eigens kreierte, performative Welt, in der das Publikum als autonomer Akteur auftritt. In Generation Extinction durchläuft das Publikum einen vorbestimmten Parcours durch die Stadt und begibt sich sowohl in unterschiedliche Innenräume als auch an öffentliche Plätze. Dabei folgt es verschiedenen Spuren und taucht selbstständig immer tiefer in eine Geschichte ein. Sie als Publikum gestalten Ihr Erlebnis also selbst, indem Sie Räume entdecken, Briefe lesen, Schränke durchsuchen oder Audiotexten lauschen. Sie tauchen dadurch in eine parallele Realität ein und erwecken die Geschichte selbst zum Leben.


Hinweise zur Sicherheit und Barrierefreiheit
Zu Beginn der Vorstellung erhalten Sie Handschuhe, die Sie für die gesamte Spieldauer bitte tragen. Nach Verlassen jedes Raumes werden Sie die Handschuhe desinfizieren.
In Innenräumen tragen Sie bitte Ihre Mund-/Nasenbedeckung.
In den Innenräumen halten Sie sich jeweils nicht länger als fünfzehn Minuten auf, was den vom Robert Koch Institut empfohlenen Zeitlimit bezüglich der Vermeidung eines erhöhten Infektionsrisikos mit Covid19 bei einer face-to-face-Begegnung entspricht.
Alle Räume werden regelmäßig gelüftet.
Einige Räume sind nur über Treppen zugänglich, daher ist dieser Abend nicht barrierefrei.

Aufführungen / Termine

Tickets
Beim Kartenkauf buchen Sie eine Startzeit und gehen im Team mit max. sechs Personen einen etwa 100-minütigen Parcours durch die Stadt ab.
Der jeweilige Start ist im Foyer der Werkstatt um
17.30 / 17.50 / 18.10 / 18.30 / 18.50 /
19.20 / 19.40 / 20.00 / 20.20 / 20.40 Uhr

Hier geht's zum Ticketshop.

Pressestimmen

Das auf sechs wichtige Personen reduzierte Personal erzählt, reflektiert und spielt. Mit sehr sinnlichem, körperbetontem Spiel zeigen sie, dass echte Literatur immer wesentliche Fragen anspricht.
Gelungen ist die Balance von Witz, Poesie und Nachdenklichkeit. Eine Inszenierung, die viele Altersschichten anspricht, ein gelungenes Familienstück, ein prächtiger Einstand für Kristo Šagor als Leiter des Jungen Theaters, Autor und Regisseur in Personalunion.
 
Helmut Voith, Schwäbische Zeitung, 12.10.2020

Klingt spannend. Und das ist es auch. Es ist ein Fingerzeig, nicht nur wie Theater in Corona-Zeiten in anderen Formaten auch mit Maske funktionieren kann, und wie Theater überhaupt mehr als Zuschauen sein darf.

Oliver Fiedler, Singener Wochenblatt, 8.10.2020

„Generation Extinction“ ist ein Experiment, auf das sich einzulassen nicht weh tut. Auch deshalb, weil jede Gruppe anders tickt, jeder Durchgang seinen eigenen Verlauf nimmt, ungeachtet der Spielanleitung.

Siegmund Kopitzki, Südkurier, 30.9.2020

Ein Spiel mit ernstem Hintergrund für Neugierige und Spielfreudige.

Christel Voith, Schwäbische Zeitung, 30.9.2020

Es ist bitter nötig, die Welt mehr auf kühlen, analytischen Verstand hin einzuschwören und dem dann auch politisch Nachdruck zu verschaffen. „Extinction“ betrifft nämlich längst die gesamte Biosphäre, nicht nur eine Generation der Menschheit.

Brigitte Elsner-Heller, thurgaukultur, 29.9.2020

…die Produktion generiert insofern Redebedarf, als dass sie die Kritik junger Menschen an der Haltung von Politikern aufnimmt, die untätig die Konsequenzen der Klimakatastrophe leugnen. „Immersiv“: einmal wirklich spannend erlebt.

Manfred Jahnke, Die deutsche Bühne Online, 28.9.2020

Theater Konstanz
Foto: Børn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen
Theater Konstanz
Foto: Bjørn Jansen